Homeoffice einrichten - nicht nur eine Frage der Ausstattung, auch eine Frage der Einstellung

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist der Begriff „Homeoffice“ in aller Munde. Vorher skeptisch beäugt, hat es sich nun in unserem Alltag etabliert. Homeoffice einrichten leicht gemacht. Hier die besten Tipps zum Budget, Schreibtisch, richtiger Beleuchtung und Bürostuhl. 

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Als ich 2004 mit meiner Selbstständigkeit begann, war weder von virtueller Assistenz die Rede, noch war Homeoffice oder Remote-Work/Fernarbeit/ remote Arbeit ein gängiger Begriff.

Eher sprach man von „(…) Telearbeit; Einer flexiblen Arbeitsform, die vollumfänglich oder zum Teil von zuhause aus durchgeführt wird“.

Welche Vor- und Nachteile hat das Homeoffice?

Ganz oft höre ich: „Du hast doch Zeit, dies und das zu tun. Du bist doch zuhause.“ Ja, natürlich bin ich zuhause.

Doch dort ist es umso schwerer, Privates vom Geschäftlichen zu trennen.

Das wurde sicher vielen in den vergangenen eineinhalb Jahren erst richtig bewusst. Was sich leicht sagen ließ, hat sich als starke Belastung und Herausforderung herausgestellt.

Ein Nachteil der Heimarbeit ist es, dass man den Haushalt nicht aus den Augen verliert. Die Spülmaschine, die ein- oder ausgeräumt werden will, Wäschetürme, umherwirbelnde Wollmäuse, der leere Kühlschrank.

Alles Dinge, die einen ablenken und das Geschäftliche unmerklich in den Hintergrund rutschen lassen. Zumindest war es anfänglich bei mir so. Einer meiner Fehlgedanken war, dass ich die eigentliche Arbeit auch später erledigen kann.

Was ich dabei vergaß: die Kinder, die auch noch da waren, dass auch ich essen und schlafen muss, … Auszeiten, die insbesondere im Homeoffice wichtig sind.

Doch die Nähe zum häuslichen Umfeld ist gleichzeitig auch ein Vorteil. Denn mit dem Homeoffice erreichst du eine große Flexibilität. Wenn du es richtig anpackst.

  • Arbeitsplatzverlagerung dorthin, wo es dir gefällt.
  • Zeiteinteilung so, wie es am besten für dich ist.
  • Vermeidung der Fahrzeit zum Büro, Staus und damit verbundenen Stress.
  • Steigerung der Kreativität und Konzentration durch der häusliche Umgebung.
  • Du bist mit deiner Arbeit zufriedener.

Wie für Budget sollte ich einplanen, um mein Homeoffice einrichten zu können?

Was brauche ich im Homeoffice?

Vorab ist wichtig zu sagen, dass du dir besonders für die Ersteinrichtung ein Budget für deine Büroausstattung aufstellen sollest. So vermeidest du böse Überraschungen und ein Loch in der Geldbörse.

Sei dabei realistisch, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht. Kaufe nicht zu billig. Nicht umsonst sagt man: wer billig kauft, kauft doppelt.

Recherchiere Kundenmeinungen und Testberichte. Nicht immer ist teuer auch das Beste.

Schaffe dir einen festen Platz – zum Beispiel eine Nische im Flur, eine Ecke im Wohnzimmer – oder einen eigenen Raum für dein Homeoffice. Gestalte diesen Platz ganz nach deinen Vorstellungen und Bedürfnissen.

Du sollst dich darin wohlfühlen. Vergiss auch nicht, ein paar Pflanzen aufzustellen, wenn du die Möglichkeit dazu hast. Sie sorgen für Gemütlichkeit und für ein gesünderes Raumklima.

Deine Lieblingsfarben geben deinem Arbeitsplatz deine persönliche Note. Die optimale Raumtemperatur sollte zwischen 20 und 22 °C liegen.

Um dein Homeoffice gut und ergonomisch zu gestalten, hier ein paar Tipps für dich.

Wie groß muss ein Schreibtisch sein?

Der Tisch ist nicht zu unterschätzen. Nichts ist schlimmer als Papierstapel, zu wenig Ablagefläche und Stauraum. Das kenne ich aus eigener Erfahrung.

Auch wenn heutzutage schon vieles digital funktioniert, ist es nervig, wenn die Ordner und andere Arbeitsutensilien überall verteilt, nur nicht in greifbarer Nähe sind.

Überlege dir vorher, wie viel Platz du idealerweise benötigst. Wie tief und wie lang dein Tisch sein sollte, damit du gut arbeiten kannst. Vielleicht brauchst du Platz für einen zweiten Monitor oder musst Drucker und Co. auch auf dem Schreibtisch unterbringen.

Standardmäßig liegt die Fläche eines ergonomischen Schreibtisches übrigens bei 80 x 160 cm. Hier solltest du dein gesamtes Equipment unterbringen können, hast ausreichend Platz zum Arbeiten und noch etwas Luft nach oben.

Den Abstand zum Monitor von ungefähr einer Armlänge kannst du bequem einhalten.

Es empfiehlt sich, ein höhenverstellbarer Schreibtisch, der sich leicht an wechselnde Arbeitssituationen anpassen lässt, zu kaufen. So kannst du dir schnell einen Steharbeitsplatz einrichten, wenn dir danach ist.

Die optimale Schreibtischhöhe liegt zwischen 63 und 75 Zentimetern. In Abhängigkeit zu deiner Körpergröße liegen dabei die Unterarme locker auf der Tischplatte auf und die Oberarme hängen locker von den Schultern. Deine Füße stehen komplett auf dem Boden.

Welche Tischhöhe für dich optimal ist, berechnest du mit folgender Formel: Schreibtischhöhe = Körpergröße geteilt durch den Faktor 2,48.

Was ist wichtig bei einem Bürostuhl? Wie finde ich den richtigen PC-Stuhl?

Was ist wichtig bei einem Bürostuhl

Eine verstellbare Rückenlehne, eine variable Sitzfläche, langlebige Materialien und hochwertige Verarbeitung sind die Must-haves eines Bürostuhls.

Ob du einstellbare Armlehnen brauchst oder nicht, ist Gefühlssache. Warum?

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich sie nicht brauche. Ich empfinde sie als störend bei meiner Schreibarbeit. Andere wiederum wollen sie nicht missen.

Mit Hilfe deines Schreibtisches kannst du die optimale Stuhlhöhe einstellen. Nutze dafür die Arbeitsplatte und die Höhenverstellung des Stuhls. Wie das geht, liest du hier.

Setze dich auf den Bürostuhl. Deine Oberarme hängen locker herunter.

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Lege deine Unterarme auf die Armlehnen bzw. auf die Tischplatte. Deine Tastatur liegt genau waagerecht zu deinen Unterarmen.

Im Idealfall bilden Ober- und Unterarme einen rechten Winkel. Wenn das nicht so ist, stellst du den Bürostuhl höher oder niedriger.

Achte dabei darauf, dass Ober- und Unterschenkel einen 90-Grad-Winkel aufweisen. Lehne deinen Rücken dabei an der Rückenlehne an.

Wenn dein Stuhl zu hoch ist, hilft eine Fußstütze, um die korrekte Sitzhaltung zu erreichen. Auch hier gibt es wieder Formeln, die dir helfen, die richtige Position zu finden.

Armlehnenhöhe = Körpergröße geteilt durch 6,75

Sitzhöhe = Körpergröße geteilt durch 3,72

Dein Bürostuhl sollte über eine Lordosenstütze für die richtige Sitzhaltung verfügen. Stimme sie auf die Höhe deiner Lendenwirbel ab. So entlastet die Stütze deinen Rücken am effektivsten.

Egal für welchen Bürostuhl du dich entscheidest: sitze auf jeden Fall Probe.

Wenn dein Bürostuhl Rollen hat, achte darauf, dass sie für den Boden in deinem Homeoffice geeignet sind. Es gibt verschiedene Rollen für harte Böden und Teppichböden. Zum Schutz des jeweiligen Bodens eignet sich eine Stuhlunterlage aus PVC.

Wie halte ich Ordnung im Homeoffice?

Wenn es dein Platz erlaubt, versieh deinen Heimarbeitsplatz mit Regalen und vielleicht auch abschließbaren Schränken, um in bestimmten Fällen dem Datenschutz gerecht zu werden.

Ganz in Abhängigkeit von deinem Budget wählst du die für dich passende Variante – zimmerhohe Regale aus dem Möbelhaus oder ein individuell vom Tischler gefertigtes Meisterstück.

Welche technischen Voraussetzungen brauche ich für das Homeoffice?

Ein PC oder Laptop inklusive Strom- und Verbindungskabel sind zwingend notwendig. Zum Telefonieren kann es ein Mobiltelefon (mit Headset) oder alternativ ein Festnetzapparat (mit Headset) sein.

Für Videokonferenzen ist eine Webcam (eingebaut oder aufsteckbar) unerlässlich.

Zu guter Letzt brauchst du einen Drucker. Auch wenn der Trend zum papierlosen Büro Fahrt aufgenommen hat, kommt man nicht komplett ohne aus.

Doch jeder noch so gute PC ist wertlos ohne eine stabile und schnelle Internetverbindung. Auch hier solltest du für das an deine Bedürfnisse angepasste Optimum sorgen.

Dabei muss ich immer an die Worte des ITlers meines Vertrauens denken: „Nichts geht über Kabel.“ Daher fiel meine Entscheidung auf ein Heimnetzwerk mittels Netzwerkkabel.

Die Wahl der Geräte hängt immer von deiner Arbeit ab. Stelle dir die Frage, was du für effizientes und optimales Arbeiten brauchst. Reicht ein einzelner Monitor oder sollten es zwei sein?

Wie groß sollte er für deine Bedürfnisse und Anwendungen sein? Benötigst du zusätzlich einen Laptop? Wie schaut es mit einem Heimnetzwerk aus? Willst du von überallher drucken, sollte dein Drucker WLAN- und netzwerkfähig sein.

Was ist für den optimalen Start notwendig? Was kannst du dir nach und nach anschaffen? Dabei empfiehlt es sich, das Budget nicht aus den Augen zu verlieren.

Angefangen habe ich im Flur meiner Wohnung mit einem Laptop, einem Drucker ohne Duplex-Funktion und einem günstigen Scanner.

Das erste, was ich mir neu angeschafft habe war der PC.

Ich bin ein Desktop-Mensch. So schön flexibles Arbeiten mit dem Laptop auch ist, manchmal brauche ich eine feste Station und einen größeren Bildschirm.

Für mehr Effizienz folgte dann ein Multifunktionsgerät für das Drucken, Scannen und Faxen. Großen Wert legte ich dabei auf die Duplexfunktion bei allen Funktionen.

Eine kürzere Einzugs- und Druckzeit waren mir ebenfalls sehr wichtig; genauso wie eine gute Ausnutzung der Farbe und niedrige Kosten für das Verbrauchsmaterial.

Mein Drucker ist jetzt netzwerkfähig mit WLAN-Anschluss. Denn flexibles Arbeiten ist mir nach wie vor wichtig. Und aus der Nische im Flur ist jetzt ein eigener Raum geworden.

Welches Licht ist gut zum Arbeiten? Schreibtischlampe – Tageslichtlampe

Das Thema Licht wird oft unterschätzt, doch trägt es maßgeblich zur Produktivität bei. Ein gut ausgeleuchteter Arbeitsplatz schont die Augen und beugt Müdigkeit vor.

Neben einer Deckenleuchte solltest du auch eine Schreibtischlampe installieren. Positioniere sie so, dass sie nicht blendet.

Das ideale Licht ist das Tageslicht. Günstig ist der Lichteinfall von rechts oder links zum Arbeitsplatz, achte aber zumindest darauf, dass sich das Fenster nicht im Bildschirm spiegelt.

Hast du nicht ausreichend Tageslicht zur Verfügung, können Tageslichtlampen Abhilfe schaffen. Sie simulieren Tageslicht und bieten sich in dunklen Räumen an. Die Lichtfarbe bei Tageslichtlampen liegt beim 6000 Kelvin.

Wenn du lieber auf konventionelle Lampen setzt, achte hier auf sanftes Licht. Innenarchitekten greifen bei der Lichtgestaltung von Arbeitszimmern heute auf warmweißes oder neutralweißes Licht zurück.

Die Lichtfarbe liegt hier zwischen 3000 und 4000 Kelvin.

Empfehlung – Schreibtischlampe/Tageslichtlampe

Richtige Schreibtischlampe, Tageslichtlampe

Aber auch der Einsatzort und der Einsatzzweck sind für die ideale Helligkeit deiner Schreibtischbeleuchtung maßgebend. Die Raumgröße spielt ebenfalls eine große Rolle.

Für die optimale Grundbeleuchtung eines Arbeitsplatzes brauchst du zwischen 200 und 300 Lux. Das sind ca. 100 Lumen pro Quadratmeter. Für die Bildschirmarbeit sind 500 bis 1000 Lux ideal.

Also ca. 150 Lumen pro Quadratmeter.

Berechne die Fläche deines Raumes bzw. Arbeitsplatzes und multipliziere sie mit den entsprechenden Lumen. So findest du die optimale Helligkeit für deinen Arbeitsplatz.

Helle Farben, egal ob bei den Möbeln oder an den Wänden, machen einen Raum automatisch freundlicher und unterstützen den Lichteffekt am Arbeitsplatz.

Tipp: Hier gibt es schöne und preisgünstige Möbel für dein Homeoffice.

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Wie arbeite ich effektiv im Homeoffice?

effektiv im Homeoffice

Um Flexibilität und optimale Technik mit Effizienz zu paaren, solltest du ein paar Dinge beachten.

Definiere deine Arbeitszeiten

Nur du weißt am besten, wann du am produktivsten bist. Wenn du also morgens um vier am kreativsten arbeiten kannst, dann mach das. Bist du hingegen eher eine Nachteule, dann soll dich nichts daran hindern, zu später Stunde zu arbeiten.

Was du aber unbedingt dabei beachten solltest, sind die Arbeitszeiten der anderen. Nicht jeder ist ein Frühaufsteher oder arbeitet bis spät in die Nacht.

Überlege dir also, welche Arbeiten du auf diese Zeiten verlagern kannst.

Schaffe dir deine eigene Routine

Auch für die Arbeit im Homeoffice ist eine Routine unerlässlich, um Effizienz zu erreichen. Strukturierte Abläufe verfestigen und optimieren die Arbeit zuhause.

Nutze To-do-Listen

Mithilfe von To-do-Listen verleihst du deinem Arbeitstag Struktur. Notiere darauf die MUSS-Aufgaben (Termine, Deadlines, …) und ergänze sie um die KANN-Aufgaben.

Somit erhältst du einen Überblick über dein tägliches Pensum. Nicht erledigte Aufgaben schiebst du auf den nächsten Tag.

Mache das am besten am Schluss des aktuellen Arbeitstages. So gewinnst du einen direkten Überblick über die Aufgaben des nächsten Tages.

>> Homeoffice Make-Up Tipps <<

Lege Pausenzeiten fest

Denke dabei daran: Pause ist Pause. Du solltest auf keinen Fall in deiner freien Zeit Arbeiten im Haushalt erledigen. Nutze die Zeit zur Regeneration bei einer schönen Tasse Tee oder Kaffee.

Suche dir deinen Lieblingsplatz auf dem Balkon oder gehe raus in die Natur. Nach einer konzentrierten Arbeitsphase gehe ich gern mit meinem Hund auf einen längeren Spaziergang.

Das macht den Kopf frei. Empfehlenswert ist es, nach ca. einer Stunde konzentrierter Arbeit eine kleine Pause einzulegen.

Vermeide Ablenkungen

Schalte SMS/WhatsApp/E-Mail-Benachrichtigungen etc. aus, wenn sie nicht essenziell für deine Arbeit sind.

Richte dir deinen festen Arbeitsplatz ein

Dabei ist es wichtig, dass dein Arbeitsplatz vom privaten Raum abgegrenzt ist. Es muss nicht unbedingt ein abgeschlossenes Zimmer sein (obwohl dieses sich besser von der Steuer absetzen lässt).

Aber es sollte dein Arbeitsplatz sein, den du so gestaltest, wie es für dich am besten ist.

Trenne beruflich und privat

Dies betrifft vor allem die Geräte. Wenn es geht, nutze für das Geschäftliche einen anderen Computer als für das Private.

So erreichst du eine saubere Trennung – auch in datenschutzrechtlicher Hinsicht.

Dress up for your job!

Wenn du dich wie für das Büro stylst, schaltet dein Gehirn automatisch in den Arbeitsmodus.

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Belohnung steigert die Motivation

Wenn du eine schwierige Aufgabe erledigt hast, belohne dich dafür. Das gilt nicht nur für das Homeoffice.

Halte Kontakt zu Kolleg:innen, Kund:innen und Gleichgesinnten

Regelmäßiger Austausch – per Telefon, Zoom, Netzwerk oder persönlichen Treffen – fördert deine Kreativität und ist gut für dein Mindset.

Die sozialen Netzwerke sind als Plattform zum Austausch nicht zu unterschätzen. Co-Working-Spaces bieten die Möglichkeit zur Kommunikation.

Wenn es dein Budget erlaubt, kannst du dich dort tage-, wochen-, in manchen Fällen auch monateweise, einmieten. Du hast dort dein eigenes Büro, triffst dich aber mit anderen im Konferenzraum, in der Küche oder auf dem Flur.

So entsteht ein kreativer, inspirierender Austausch, der dich weiterbringt und motiviert.

Muss ich im Homeoffice den Datenschutz beachten?

Egal, ob du für deinen Arbeitgeber oder für deine Kunden im Homeoffice arbeitest. Der Datenschutz ist immer ein großes Thema, bei dem die Technik eine Rolle spielt. Hier kommt es auf die Gerätesicherheit, deren Nutzung und den Datenaustausch an.

Du solltest unbedingt immer die Antivirensoftware und Firewall aktuell halten.

Speichere kundenspezifische oder betriebliche Daten ausschließlich verschlüsselt (Ende-zu-Ende-Verschlüsselung).

Der Zugriff zu sensiblen, personenbezogenen Daten sollte im Optimalfall nur mit PIN und Zwei-Faktor-Authentifizierung möglich sein.

Die Zusammenarbeit mit Kunden (oder dem Arbeitgeber) in deren Netzwerk sollte mittels sicherer VPN-Verbindung zwischen den Homeoffice-Geräten und dem Firmen-Netzwerk erfolgen. Die Passwörter für den VPN-Zugang sollten nicht abgespeichert werden können.

Wenn in Clouds gespeichert wird, sollten diese sicher sein und mindestens dem europäischen Datenschutz unterliegen. Die Serverstandorte sind bestenfalls in Deutschland (Beispiel: Chatcloud).

Wenn der Einsatz von USB-Sticks oder anderen externen Speichermedien notwendig wird, nutze dafür deine Eigenen und dokumentiere deren Nutzung (aus dem Blickwinkel eines Arbeitnehmers: nutze nur vom Arbeitgeber gestellte Speichermedien).

Schutz vor Hackerangriffen aus dem Netz bietet ein virtueller Browser (Browser in the Box, kurz: BitBox). So surfst du auf die sichere Art.

Malware, die sich sonst auf deinem PC ausbreiten könnte, bleibt im Linux-System der Bit-Box eingesperrt.

Büroordner und Co. sind aktuell noch nicht wegzudenken, auch wenn vieles schon papierlos läuft. Wenn du also sensible Kunden- oder Firmendaten manuell ablegen musst, dann sollte dieser Ablageort abschließbar sein.

Halte dich an die Clean-Desk-Philosophie

Sensible, gedruckte Dokumente oder Unterlagen sollten nicht für jedermann zugänglich auf dem Schreibtisch liegen bleiben.

Falls du nur einen Computer für private und geschäftliche Angelegenheiten nutzt, sichere deine geschäftlichen Daten durch ein extra Benutzer-Konto mit Passwortschutz. Das kannst du auch auf dein privates Nutzerkonto ausdehnen.

Passwörter sollten extrem sicher sein. Mindestens acht Zeichen lang – je länger, desto besser. Neben Buchstaben – klein und groß – solltest du Sonderzeichen und Ziffern verwenden, die keinem klaren Muster folgen.

Ich überlege mir zum Beispiel irgendwelche Sätze, die ich dann in Anfangsbuchstaben gepaart mit Zahlen und Sonderzeichen verkürze.

Beispiel: Der See ist zu kalt, um darin zu baden. Passwort: D#s1zK,&UdzB7§~

Erstelle regelmäßig Backups deiner Daten. Stelle aus der Sicherungskopie nur deine Daten wieder her. Solltest du ein Gerät neu aufsetzen müssen, stelle keine Programme aus einer Sicherungskopie wieder her!

Diese könnten bereits infiziert sein.

Was ist das richtige Mindset für das Homeoffice?

Mindset für Homeoffice

Ruhe, Ordnung, Disziplin, Struktur – das sind die Pfeiler eines funktionierenden Homeoffices.

Mit der richtigen Arbeitseinstellung und der notwendigen Disziplin, sich auch im privaten Umfeld auf die Arbeitsaufgaben zu konzentrieren, kannst du erfolgreich und effizient im Homeoffice arbeiten.

Dabei solltest du in der Lage sein, dir selbst Grenzen zu setzen, auch bezüglich der Arbeitsdauer und des Arbeitsendes.

Ordnung ist nicht unwichtig. Also sollte ein Papierkorb im Homeoffice nicht fehlen. Auch heutzutage fällt Papiermüll an.

Ein ordentlicher Arbeitsplatz wirkt sich auf deine Arbeitseinstellung aus und der „Unordnung im Kopf“ entgegen. Diese optische Ordnung des Schreibtisches solltest du auf deine digitale Ablage übertragen. Auch dort empfiehlt sich das regelmäßige Ausmisten und Ablegen.

Das Homeoffice bedarf einer gewissen Struktur. Mehr als vielleicht das Arbeiten im Büro – fernab der häuslichen Umgebung. Also plane deinen Tag und nutze die Kraft des Streichens.

Nichts ist schöner, als etwas erledigt und abgehakt zu haben.

Du siehst, die Einrichtung deines Homeoffices ist nicht allein mit dem Mobiliar und den Geräten erledigt. Ein wesentlicher Bestandteil bist du selbst!

Die Gestaltung meines Büros kam auch nicht über Nacht. Es war ein Prozess, der bis heute anhält. Ständig gibt es neue technische Standards.

Die eigenen Bedürfnisse ändern sich über die Jahre. Was anfangs ausreichte ist heute nicht mehr tragbar. Andersherum vielleicht auch.

Mein Tipp: Richte dir deinen Arbeitsplatz so ein, wie du es möchtest und wie du am effektivsten arbeiten kannst.

Spare nicht an den falschen Ecken, sondern sorge dafür, dass du qualitativ gute Arbeit leisten kannst, mit der deine Kunden*innen zufrieden sind. Achte dabei aber auch auf deine Gesundheit. So schaffst du die beste Ausgangsposition, dich ausstattungstechnisch immer weiter zu verbessern.

Über die Verfasserin

Janet Tamme-Hentzschel

Seit 2004 unterstützt Janet Tamme-Hentzschel Unternehmer*innen im Backoffice und das mit Leib und Seele. Ihr Spaß an der Arbeit fängt da an, wo andere die Augen rollen.

Ich liebe Papierkram und die eine oder andere Herausforderung darin Strukturen zu schaffen, aus losen Gedanken übersichtliche Dokumente, Tabellen und Präsentationen zu erstellen.

Entspannung finde ich in der Natur beim Wandern und Spazierengehen; egal ob am Meer oder in den Bergen.

Janet Tamme-Hentzschel Webseite

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