Die Wahl der richtigen Antibabypille, Kombi-Pille, Minipille

Antibabypillen gehören zu den beliebtesten Verhütungsmitteln, und das aus gutem Grund: Sie sind effektiv und einfach in der Anwendung.

Manchmal ist es aber gar nicht so einfach, sich für eine Antibabypille zu entscheiden. Hier finden Sie einen Überblick über die Vor- und Nachteile verschiedener Arten dieser Pillen.

Es gibt bei den Antibabypillen zwei Hauptarten:

Die Minipille

Diese Pillen enthalten nur Gestagen. Bei den Minipillen ist die Auswahl nicht so groß wie bei den Kombi-Pillen. In jeder Packung enthalten alle Pillen die gleiche Menge an Gestagen und alle Pillen sind aktiv.

Die Minipille verlangsamt den Weg einer Eizelle durch die Eileiter, verdickt den Zervixschleim und verdünnt die Gebärmutterschleimhaut. All das verhindert, dass Spermien die Eizelle erreichen. Manchmal unterdrückt die Minipille auch den Eisprung.

Vor- und Nachteile der Minipille

Zu den Vorteilen der Minipille gehört, dass sie sich leicht absetzen lässt, wenn die Anwenderin schwanger werden möchte. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie auch bei Blutgerinnseln, Migräne und Bluthochdruck eingenommen werden kann. Außerdem ist das Risiko geringer, ein Endometriumkarzinom zu entwickeln.

Zu den Nachteilen gehört, dass die Minipille sehr regelmäßig genommen werden muss. Wenn die Anwenderin eine Pille vergisst, oder mehr als drei Stunden zu spät einnimmt, muss sie danach mehrere Tage lang zusätzlich eine andere Form der Verhütung anwenden.

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören unregelmäßige Menstruationsblutungen, Ovarialzysten, verminderte Libido, Kopfschmerzen, Brustspannen, Akne, Gewichtszunahme, Depressionen und Hirsutismus

Die Kombi-Pille

Solche Pillen enthalten sowohl Östrogen als auch Gestagen. Es gibt eine Vielzahl von Kombi-Pillen zur Auswahl, je nach den gewünschten Auswirkungen auf den Monatszyklus und der gewünschten Hormondosis.

Kombi-Pillen verhindern, dass die Eierstöcke ein Ei freisetzen. Sie verlangsamen auch den Weg einer Eizelle durch die Eileiter, verdicken den Zervixschleim und verdünnen die Gebärmutterschleimhaut. All das trägt dazu bei, dass sich Spermien nicht mit der Eizelle verbinden.

Arten von Kombi-Pillen

Bei den Kombi-Pillen gibt es verschiedene Mischungen aus aktiven und inaktiven Pillen, je nachdem, wie oft die Anwenderin ihre Periode haben möchte.

Weiters gibt es Kombi-Pillen mit verschiedenen Hormondosen, die sich dadurch unterscheiden, dass die Hormondosis entweder gleich bleibt oder variiert.

Bei monophasischen Pillen enthält jede aktive Pille dieselbe Menge an Östrogen und Gestagen. Bei mehrphasischen Pillen unterscheiden sich die Hormonmengen in den aktiven Pillen.

Die meisten Kombi-Pillen enthalten 10 bis 35 Mikrogramm Ethinylestradiol (eine Art Östrogen). Frauen, die empfindlich auf Hormone reagieren, können von einer Pille profitieren, die eine gerade noch wirksame Östrogendosis enthält (Beispiele für solche Präparate: Swingo, Levomin 20/30, Evaluna). Niedrig dosierte Pillen können jedoch eher zu Blutungen zwischen den Perioden führen.

Vor- und Nachteile der Kombi-Pille

Auch die Kombi-Pille lässt sich leicht absetzen, wenn die Anwenderin hofft, schwanger zu werden. Kombi-Pillen lindern das prämenstruelle Syndrom und führen zu weniger schweren Menstruationsbeschwerden. Sie bessern Akne und führen zu kürzeren und leichteren Perioden. Sie verringern das Risiko von Eierstock-, Gebärmutterschleimhaut- und Darmkrebs.

Zu den Nachteilen zählt, dass eine späte Einnahme oder das Vergessen einer Pille die Wirksamkeit verringert. Das Risiko für einen hohen Cholesterinspiegel, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht sich. Auch das Risiko für Blutgerinnsel wird höher. Weiters kann es zu Nebenwirkungen wie unregelmäßigen Blutungen, Blähungen, Übelkeit, Depressionen, Gewichtszunahme und Kopfschmerzen kommen.

Sind alle Antibabypillen für jede Frau geeignet?

Nein! Ihr Arzt wird jede Frau nach Ihrer Krankengeschichte und den von ihr eingenommenen Medikamenten fragen, um festzustellen, welche Antibabypille am besten geeignet ist.

Von Kombi-Pillen wird abgeraten, wenn eine Frau gerade entbunden hat, über 35 Jahre alt ist und raucht oder einen schlecht eingestellten Bluthochdruck hat.

Fazit: Mehrere Möglichkeiten

Sie haben nun erfahren, welche Arten von Antibabypillen es gibt. Wenn Sie weitere Informationen brauchen, welche Pille für Sie die richtige ist, wenden Sie sich am besten an Ihren Frauenarzt.

 

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