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Richtig oder falsch? 7 SEO-Mythen auf dem Prüfstand 

Artlando Wandbilder

In diesem Artikel räumen wir mit den wichtigsten SEO-Mythen auf und zeigen dir, worauf es bei der Suchmaschinenoptimierung wirklich ankommt. 

Google: Die erste Anlaufstelle im Internet 

Fast Dreiviertel aller Online-Erfahrungen beginnen mit dem Besuch einer Suchmaschine, wobei Google mit über 82 % im Desktop- und mehr als 95 % im mobilen Bereich den größten Anteil daran hat.  

Nun könnte man meinen, dass es ausreicht, an beliebiger Stelle in den Google-Ergebnissen aufzutauchen. Doch diese Annahme ist falsch. Denn die Platzierung in den Suchergebnissen ist entscheidend dafür, wie viele Besucher auf die Website geleitet werden. 

Das Ungleichgewicht bei den Klicks: Die erste Seite im Vergleich zum Rest 

99,1 % aller Klicks bei Google entfallen auf die Suchergebnisse auf Seite 1. Nur 0,9 % der User machen sich die Mühe, einen Blick auf Seite 2 zu werfen. Von der dritten oder gar vierten Seite ganz zu schweigen. Aber auch auf Seite 1 sind die Unterschiede teilweise dramatisch: Knapp 60 % der Klicks entfallen auf das erste Suchergebnis, nur noch 16 %  auf Platz 2 und 8 %  auf Platz 3. 

Was sagt uns das? Suchmaschinenoptimierung ist essenziell für den Erfolg! 

Doch rund um das Thema SEO kursieren viele Mythen, die zum Teil völlig überholt oder grundfalsch sind. In unserer ithelps SEO Agentur erleben wir immer wieder, wie Menschen gänzlich falsche Vorstellungen oder sogar Berührungsängste mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung haben. 

Diese Ängste sind jedoch unbegründet! 

Aus meinen Erfahrungen kann ich dir versichern: Eine fundierte SEO-Strategie trägt wesentlich dazu bei, die Sichtbarkeit deiner Website zu verbessern und mehr Besucher anzuziehen. Allerdings musst du dich von einigen falschen Vorstellungen verabschieden. 

7 SEO-Mythen auf dem Prüfstand 

seo-mythen

Mythos 1: Ich muss meine Website bei Google anmelden 

Falsch! 

Dieser Mythos stammt aus der Anfangszeit des Internets, als dies tatsächlich gängige Praxis war. Damals waren Suchmaschinen nicht in der Lage, neue Webseiten selbstständig zu erkennen. Heute ist das anders. 

Google verwendet spezielle Programme („Crawler“ oder „Bots“), die das Web nach neuen Websites durchsuchen. Diese Bots springen von Link zu Link und sammeln Informationen über jede Seite, die sie finden.  

Durch die Verwendung von Sitemaps und die Einrichtung eines Google-Search-Console-Kontos können Website-Betreiber den Crawling-Prozess unterstützen und überwachen. Eine manuelle Anmeldung der Website ist jedoch grundsätzlich nicht erforderlich. 

Die Häufigkeit, mit der der Googlebot eine Website durchsucht, hängt von verschiedenen Faktoren wie der Aktualität der Inhalte, der Popularität der Website und der Serverleistung ab. Qualitativ hochwertige und regelmäßig aktualisierte Websites werden in der Regel häufiger gecrawlt. 

Mythos 2: Gute Inhalte werden immer wichtiger 

Richtig! 

Hochwertiger Content ist ein Schlüsselelement für ein gutes Ranking. Einer der wichtigsten Faktoren, der bei der Erstellung von Inhalten berücksichtigt werden muss, ist die Suchintention, also die Absicht hinter der Suche. Google ist bestrebt, den Nutzern genau die Informationen zu liefern, nach denen sie suchen.  

Content muss relevant, einzigartig und zielgerichtet sein, um die spezifischen Bedürfnisse und Fragen deiner Zielgruppe zu erfüllen. Sei es durch informative Blogbeiträge, detaillierte Anleitungen oder schnelle Antworten auf häufig gestellte Fragen. 

Darüber hinaus spielt E-E-A-T eine immer wichtigere Rolle.  

Die vier Buchstaben stehen für … 

  • Expertise (Fachwissen) 
  • Experience (Erfahrung) 
  • Authoritativeness (Autorität) 
  • Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit) 

Inhalte müssen demnach von Experten erstellt werden (Expertise) oder auf realen Erfahrungen beruhen (Experience), aus authentischen Quellen stammen (Authoritativeness) und vertrauenswürdig sein (Trustworthiness).  

Du siehst also: Mittels K.I. schnell einen einfachen Text zu erstellen, wird in den seltensten Fällen zum gewünschten Erfolg führen.  

Mythos 3: Je mehr Keywords, desto besser 

Falsch! 

Dieser Mythos hält sich hartnäckig, obwohl er längst widerlegt ist. Die Idee, dass eine Website durch die bloße Anhäufung von Schlüsselwörtern in ihren Inhalten ein höheres Ranking in den Suchergebnissen erzielt, ist – ebenso wie das „Einreichen bei Google“ – ein Relikt aus der Frühzeit des Internets.  

Tatsächlich kann die Überfrachtung von Texten mit Schlüsselwörtern, das sogenannte “Keyword Stuffing”, genau das Gegenteil bewirken, nämlich eine Abstrafung durch die Suchmaschinen. 

Wie bereits erwähnt, sind moderne Suchalgorithmen darauf ausgerichtet, die Nutzererfahrung zu verbessern. Sie bevorzugen Inhalte, die natürlich, informativ und nützlich sind. Eine unnatürlich hohe Verwendung von Schlüsselwörtern wirkt sich negativ auf die Lesbarkeit und damit auf die Nutzererfahrung aus.  

Suchmaschinen erkennen diese Praxis und können Seiten, die sich des Keyword Stuffings bedienen, in den Suchergebnissen herabstufen. 

Mythos 4: SEO-Maßnahmen wirken umgehend 

SEO wirkung

Falsch! 

Viele Menschen glauben, dass SEO-Maßnahmen unmittelbar nach ihrer Implementierung greifen und fast augenblicklich zu einer besseren Platzierung in den Suchergebnissen führen. Dies ist jedoch ein Irrtum. 

In Wirklichkeit handelt es sich bei SEO um eine langfristige Aufgabe, die Geduld, Ausdauer und kontinuierliche Bemühungen erfordert. Suchmaschinen verwenden komplexe Algorithmen, um Inhalte zu durchsuchen, zu indexieren und zu klassifizieren.  

Nachdem Änderungen an einer Website vorgenommen wurden, kann es manchmal Wochen oder sogar Monate dauern, bis diese Änderungen von den Suchmaschinen erfasst und in den Suchergebnissen widergespiegelt werden. 

Diese Zeitspanne hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Häufigkeit, mit der die Website durchsucht wird, der Konkurrenz in der Nische, der Qualität der vorgenommenen Änderungen und der allgemeinen Autorität der Website. 

Mythos 5: Suchmaschinen passen ihre Algorithmen laufend an 

Richtig! 

Ziel von Suchmaschinen ist es, die relevantesten und qualitativ hochwertigsten Ergebnisse zu liefern. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen sie sich konstant an neue Websites, verändertes Nutzerverhalten und neue Technologien anpassen.  

Diese Anpassungen helfen … 

  • … Spam zu bekämpfen. 
  • … die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. 
  • … die Suchergebnisse so nützlich und aktuell wie möglich zu halten. 

Google nimmt jedes Jahr verschiedene Änderungen an seinem Algorithmus vor. Diese reichen von kleineren Anpassungen bis zu größeren Updates. Aktualisierungen, die signifikante Änderungen mit sich bringen, kommen seltener vor und werden in der Regel von den Suchmaschinenunternehmen angekündigt.  

Ein solches Google Core Update gab es beispielsweise im März 2024. Es diente unter anderem der Bereinigung der Suchergebnisse, indem minderwertige Inhalte entfernt wurden. Nutzerorientierte Inhalte wurden weiter gestärkt. 

Mythos 6: Keywords mit geringem Suchvolumen lohnen sich nicht 

Falsch! 

Das Suchvolumen gibt an, wie oft User in einem bestimmten Zeitraum nach einem bestimmten Begriff oder einer Phrase suchen. 

Kurz gesagt: Ein hohes Suchvolumen deutet auf ein großes Interesse hin. 

Obwohl es auf den ersten Blick logisch erscheinen mag, sich auf Keywords (Schlüsselwörter) mit hohem Suchvolumen zu konzentrieren, um Sichtbarkeit und Traffic zu maximieren, solltest du die Vorteile weniger populärer Keywords in Betracht ziehen. 

Keywords mit niedrigem Suchvolumen sind oft sehr spezifisch und von besonderem Interesse für die Suchenden. Während breitere Keywords eine größere Reichweite haben können, führt die Präzision von Nischen-Keywords oft zu einer höheren Konversionsrate, da der Inhalt genau auf die Bedürfnisse und Fragen der Zielgruppe zugeschnitten ist. 

Außerdem ist die Konkurrenz bei Keywords mit geringerem Suchvolumen in der Regel geringer. Das bedeutet, dass auch kleinere oder spezialisierte Websites eine Chance haben, für diese Begriffe ein gutes Ranking zu erzielen, ohne direkt mit etablierten Marken konkurrieren zu müssen. 

Mythos 7: SEO ist eine einmalige Sache 

Falsch! 

Suchmaschinenoptimierung ist kein Projekt, das man einmal durchführt und dann ruhen lässt. Vielmehr handelt es sich um einen kontinuierlichen Prozess, der ständige Aufmerksamkeit und Anpassungen erfordert, um effektiv zu bleiben.  

Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. 

  • Suchalgorithmen ändern sich ständig: Wie bereits erwähnt, führen Google und Co. regelmäßig Updates durch. Was heute noch als empfohlene Vorgehensweise gilt, ist morgen vielleicht schon veraltet. Um auf dem Laufenden zu bleiben und sicherzustellen, dass die eigene Website weiterhin gut gefunden wird, muss die SEO-Strategie regelmäßig überprüft und angepasst werden. 
  • Die Konkurrenz schläft nicht: Auch wenn deine Website heute in den Suchergebnissen ganz oben steht, arbeiten deine Konkurrenten ständig daran, dich zu überholen. Ohne kontinuierliche SEO-Bemühungen kannst du schnell von jenen überholt werden, die aktiver in ihre Online-Präsenz investieren. 
  • Das Nutzerverhalten ändert sich: Die Art und Weise, wie Menschen Suchmaschinen verwenden, entwickelt sich ständig weiter. Neue Technologien, Veränderungen bei der Nutzung mobiler Geräte und das Aufkommen neuer Suchtrends beeinflussen, wie und wonach Nutzer suchen. 

SEO – der Motor für deinen Erfolg im digitalen Raum 

Eine effektive SEO-Strategie ist entscheidend für die Sichtbarkeit, den Traffic und letztlich den Erfolg deiner Website. Denn jede Veränderung – sei es das Hinzufügen neuer Produkte, das Veröffentlichen informativer Blogbeiträge oder das Überarbeiten bestehender Inhalte – eröffnet dir neue Möglichkeiten.  

Kontinuierliche SEO-Arbeit trägt dazu bei, dass deine Inhalte von Suchmaschinen entdeckt, richtig indiziert und mit einem guten Ranking belohnt werden. 

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