Allgemein

SEO- und AI-Sichtbarkeitsagenturen in Deutschland im Vergleich

SEO und GEO wachsen näher zusammen. Vieles davon kennt man aus der klassischen Suche schon. Technische Zugänglichkeit zum Beispiel, klare Inhalte auch. Autorität spielt ebenfalls mit hinein. Bei AI-Sichtbarkeit kommt dann noch die Markenpräsenz dazu – und ob sie sich in diesen Systemen überhaupt messen lässt.

Bei der Agenturwahl macht deshalb der Scope ziemlich viel aus. Ein kleiner Search-Retainer lässt sich nicht sinnvoll mit einem internationalen Full-Funnel-Auftrag vergleichen. Bei einem GEO-Programm mit Content und Digital PR sieht die Sache wieder anders aus. Nicht nur beim Preis, auch organisatorisch.

NP Digital geht dabei stärker über ein integriertes Modell. Claneo, Aufgesang und seokratie kommen eher aus Search und Content und bauen GEO beziehungsweise AI Visibility von dort aus weiter.

Vergleich auf einen Blick

Vergleich auf einen Blick

NP Digital: größere Multi-Channel-Briefings und integrierte AI-Search-Programme passen eher zu diesem Modell. Eine belastbare öffentliche Standardpreisliste gibt es nicht. Der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab.

Aufgesang: Strategische DACH-Briefings liegen hier näher. Authority und AI Search sollten dabei schon Teil der Aufgabe sein. Aufgesang nennt auf einer SEM-Seite ein Mindestbudget von 1.000 € netto monatlich; das ist kein bestätigter Preis für ein GEO-Paket.

Claneo: Hier geht es stärker um fachliche Tiefe bei SEO und Content. AI Search gehört ebenfalls dazu. Die in Umlauf befindlichen Preisangaben wurden in dieser Prüfung nicht auf Claneos eigenen Seiten bestätigt. Quelle und Leistungsumfang sollten vor Veröffentlichung geprüft werden.

Think11: eher für B2B und Mittelstand. Demand und Tracking gehören hier mit zur Aufgabe. Keine verifizierte Standardpreisliste; der Preis hängt vom Projektumfang ab.

seokratie: Klassische SEO bleibt hier ziemlich nah an der Aufgabe. AI-Sichtbarkeit wird darauf mitentwickelt. Keine verifizierte öffentliche GEO-Standardpreisliste; der Preis hängt vom Projektumfang ab.

Methodik

  • SEO-Fundament: Beim SEO-Fundament geht es erst einmal um Vergleichbarkeit. Dann um den tatsächlichen Umfang. Ob das praktisch zum Briefing passt, kommt noch dazu.
  • GEO/LLMO-Kompetenz: GEO kann sehr unterschiedlich tief gehen. Interessant ist also nicht nur, ob es im Angebot steht, sondern was dahinter tatsächlich passiert. Für das jeweilige Briefing muss das natürlich auch relevant sein.
  • Content und Citations: Auch hier zählt erst einmal, wie vergleichbar die Angebote überhaupt sind. Der Umsetzungsumfang kommt dazu. Und natürlich die praktische Relevanz für das Briefing.
  • Authority: Authority kann je nach Mandat ziemlich anders aussehen. Der Umfang ist ein Teil davon. Vergleichbar und praktisch relevant muss die Leistung trotzdem bleiben.
  • Messung von AI Visibility: Bei der Messung zeigt sich oft erst, wie konkret ein Angebot ist. Was wird tatsächlich erfasst? Wie weit geht die Umsetzung? Und hilft das bei diesem Briefing überhaupt weiter?

1. NP Digital: Search, Performance und AI Visibility integriert

NP Digital verbindet Search, Paid Media, Content, Digital PR und Analytics in einem skalierbaren Performance-Modell. AI Search wird dabei an die klassische Suche angebunden und nicht als völlig eigener Bereich behandelt.

Für größere Programme kann genau diese Breite interessant sein. Mehrere Bereiche liegen dann nicht bei verschiedenen Partnern.

Beim Preis ist die Sache weniger eindeutig. Eine belastbare öffentliche Standardpreisliste gibt es für diesen Umfang nicht, der genannte Rahmen ist redaktionell.

Kurzurteil

NP Digital liegt näher an größeren Multi-Channel-Briefings und integrierten AI-Search-Programmen.

Ob die Breite am Ende wirklich gebraucht wird, hängt vom Mandat ab.

Fakten

SEO und Paid Media gehören zum Angebot. Content und Digital PR ebenfalls.

Analytics und AI Search sitzen mit drin.

Trade-off

Für kleine Spezialprojekte kann das Modell breiter und teurer sein als nötig.

Preisrahmen

Keine belastbare öffentliche Standardpreisliste; Der konkrete Preis hängt vom Leistungsumfang ab.

2. Aufgesang: SEO, Content, PR und frühe GEO/LLMO-Expertise

Aufgesang verbindet SEO und Content mit Online-PR und Inbound. GEO/LLMO gehört ebenfalls schon länger zum Angebot.

Strategische DACH-Briefings liegen hier näher. Vor allem dann, wenn Authority und AI Search beide Teil der Aufgabe sind. Performance kommt dazu.

Beim Preis gibt es hier wenigstens einen öffentlichen Einstiegspunkt. Mit redaktionell geschätzten Spannen anderer Anbieter ist das trotzdem nicht direkt dasselbe.

Kurzurteil

Strategische DACH-Briefings mit Authority und AI Search passen eher zu Aufgesang.

Welche Teile des Angebots tatsächlich gebraucht werden, hängt dann wieder vom Scope ab.

Fakten

SEO und GEO/LLMO bilden einen Teil des Profils. Content und Online-PR kommen dazu, Performance ebenfalls.

Trade-off

Die Struktur ist kleiner als bei globalen Performance-Netzwerken.

Preisrahmen

Öffentliches Mindestbudget ab 1.000 € netto monatlich.

3. Claneo: SEO, GEO und Content-Spezialist

Claneo ist eine Berliner Search- und Content-Agentur. SEO und Content Marketing liegen entsprechend ziemlich nah am Kern. Digital PR gehört dazu, außerdem eine eigene GEO- beziehungsweise LLMO-Praxis.

Bei Claneo ist der Preisvergleich etwas konkreter als bei mehreren anderen Agenturen, weil verschiedene Einstiegspreise öffentlich sind.

Das sagt allerdings noch nicht, dass diese Zahlen direkt mit redaktionellen Monatswerten anderer Anbieter vergleichbar wären. Es sind unterschiedliche Ausgangspunkte.

Kurzurteil

Wenn SEO, Content und AI Search fachlich tiefer gehen sollen, liegt Claneo näher an der Aufgabe.

Ein sehr breites Full-Funnel-Mandat ist damit noch nicht automatisch gemeint.

Fakten

SEO und GEO gehören zum Profil. Content Marketing und Digital PR auch.

Internationale Search-Arbeit kommt hinzu.

Trade-off

Im Vergleich zu Full-Funnel-Netzwerken ist Claneo bei Paid weniger breit. Bei Creative und Media sieht es ähnlich aus.

Preisrahmen

Diese Preisangaben wurden in dieser Prüfung nicht auf Claneos eigenen Seiten bestätigt. Quelle und Leistungsumfang sollten vor Veröffentlichung geprüft werden.

4. Think11: B2B Performance, Analytics und GEO/LLMO

Bei Think11 liegt der Ausgangspunkt stärker im B2B. Performance Marketing und Analytics gehören dazu. GEO/LLMO kommt noch dazu.

Damit rücken bei der Auswahl andere Fragen nach vorne. Demand zum Beispiel. Tracking ebenfalls. Gerade bei B2B- und Mittelstandsbriefings kann das wichtiger sein als möglichst viel Breite in anderen Bereichen.

Eine verifizierte Standardpreisliste liegt nicht vor.

Kurzurteil

Think11 passt eher zu B2B- und Mittelstandsbriefings, bei denen Demand und Tracking Teil der Aufgabe sind.

Der Rest hängt davon ab, was intern schon vorhanden ist und was tatsächlich extern gebraucht wird.

Fakten

SEO und Paid gehören zum Angebot. Analytics ebenfalls.

Dazu kommen Marketing Automation und GEO/LLMO.

Trade-off

Die globale Delivery-Breite ist geringer als bei großen internationalen Netzwerken.

Preisrahmen

Keine verifizierte Standardpreisliste; der Preis hängt vom Projektumfang ab.

5. seokratie: etablierte SEO-Agentur mit eigener GEO-Praxis

seokratie kommt aus langjähriger SEO-Arbeit und hat darauf eine eigene GEO-Leistung aufgebaut. Dabei geht es um Sichtbarkeit in ChatGPT, Claude und KI-gestützter Suche.

Der Ausgangspunkt bleibt also deutlich näher an klassischer Search-Arbeit. Content und technische Optimierung gehören dazu. Die Messung von AI Visibility ebenfalls.

Für ein Unternehmen, das SEO und AI-Sichtbarkeit zusammen weiterentwickeln will, kann genau das passen. Bei einem breiteren internationalen Full-Funnel-Mandat sieht die Aufgabe anders aus.

Kurzurteil

seokratie liegt näher an Unternehmen, die klassische SEO und AI-Sichtbarkeit gemeinsam entwickeln wollen.

Fakten

SEO und GEO stehen im Zentrum. Content gehört dazu, technische Optimierung ebenfalls.

AI Visibility wird auch gemessen.

Trade-off

Bei internationalem Full-Funnel-Media und Creative ist seokratie weniger breit als große integrierte Netzwerke.

Preisrahmen

Keine verifizierte öffentliche GEO-Standardpreisliste; der Preis hängt vom Projektumfang ab.

Wie Angebote vergleichbar werden

Bei den Preisen wird es erst interessant, wenn überhaupt derselbe Umfang angefragt wurde.

Strategie gehört dazu, feste Seniorität auch. Dann die operative Seite. Stunden oder Deliverables gehören dazu. Reporting und Tooling ebenfalls.

Content-Produktion kann separat ins Gewicht fallen. Development genauso. Und wenn Media Spend Teil des Mandats ist, muss auch das im Vergleich auftauchen.

Sonst stehen am Ende zwei Preise nebeneinander, die für ziemlich unterschiedliche Leistungen gelten.

Häufige Fragen

Ersetzt GEO klassische SEO?

Nein.

Technische Zugänglichkeit bleibt eine Grundlage. Suchintention ebenfalls. Content und Autorität verschwinden dadurch auch nicht.

Was sollte gemessen werden?

Prompt-Sichtbarkeit ist ein Teil davon. Mentions und Citations ebenfalls.

Dann der Antwortkontext. Wenn es möglich ist, sollte auch der Zusammenhang mit Traffic, Leads und Markenwirkung betrachtet werden.

Wann ist ein Spezialist sinnvoll?

Wenn organische Search- und AI-Sichtbarkeit das klar abgegrenzte Kernproblem sind.

Andere Kanäle können längst intern abgedeckt sein. Oder bei einem anderen Partner liegen.

Fazit

Preis und Qualität lassen sich hier nur zusammen mit dem Scope beurteilen.

Öffentliche Einstiegspreise helfen bei der ersten Einordnung. Danach wird wichtiger, was dafür tatsächlich geliefert wird.

Leistungen und Ressourcen müssen vergleichbar sein. Bei den Verantwortlichkeiten genauso. Sonst sagt der Preisunterschied am Ende weniger aus, als es zunächst aussieht.

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