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The Crown Besetzung: Warum der Cast Wechsel das Genie der Serie war

Prinz Philip war stinksauer. So richtig. Als er die zweite Staffel von „The Crown“ sah, in der ihm eine fiktive Mitschuld am Flugzeugabsturz seiner Schwester Cecile angedichtet wurde, schaltete er eine Anwaltskanzlei ein, um rechtliche Schritte gegen Netflix prüfen zu lassen. Das ist keine Randnotiz aus einem Boulevardblatt, sondern belegte Realität – und sie zeigt ziemlich gut, wie nah diese Serie am echten Leben gebaut war. Nah genug, dass sich Betroffene persönlich angegriffen fühlten. Wer hat wen gespielt, und warum wurde The Crown Besetzung eigentlich alle zwei Staffeln ausgetauscht?

Claire Foy, Olivia Colman und Imelda Staunton verkörperten die Queen in jeweils zwei Staffeln, weil die Produktion das Altern der Figuren über sechs Jahzehnte realistisch abbilden wollte – ein Kniff, der in dieser Konsequenz kaum eine andere Serie gewagt hat. 

The Crown Besetzung, die drei Generationen einer Queen – wer hat sie eigentlich gespielt?

Man wechselt nach zwei Staffeln einfach die komplette Hauptbesetzung aus. Kein Zuschauer-Publikum mag es eigentlich, wenn ein liebgewonnenes Gesicht plötzlich verschwindet. Und trotzdem hat „The Crown“ damit einen Nerv getroffen, weil die Methode einem einzigen Ziel diente: Glaubwürdigkeit über die Zeit.

Claire Foy

Claire Foy spielte die junge Queen in Staffel 1 und 2 – die Jahre des Umbruchs nach dem Tod von George VI. Heute ist Foy 42 Jahre alt und hat sich seither einen Namen als eine der gefragtesten britischen Schauspielerinnen ihrer Generation gemacht.

Olivia Colman

Olivia Colman, mittlerweile 52, übernahm für Staffel 3 und 4 – die Ära der mittleren Regierungsjahre, geprägt von politischen Krisen und dem Aufstieg von Diana. Colman brachte eine andere Härte in die Rolle, kühler, kontrollierter.

Imelda Staunton

Imelda Staunton, heute 70, führte die Figur in Staffel 5 und 6 zu Ende, in die Jahre des öffentlichen Vertrauensverlusts und persönlicher Verluste der Königsfamilie. Drei Schauspielerinnen, ein Charakter – und genau diese Dreiteilung ist es, die Fans bis heute dazu bringt, Fotos nebeneinander zu legen und zu vergleichen, wer der echten Queen am ähnlichsten sah.

Warum wirkte die Besetzung der Schauspielerinnen und Schauspieler von The Crown so authentisch?

Hier wird es interessant, denn die Antwort liegt nicht nur im Casting selbst, sondern in der Arbeit dahinter. Nehmen wir Elizabeth Debicki, die in Staffel 5 und 6 Prinzessin Diana spielte. Die heute 35-Jährige beschrieb im Nachhinein, wie emotional fordernd es war, die Rolle wieder abzulegen.

Für die Darstellung arbeitete sie gezielt mit einem Voice-and-Movement-Coach, um Dianas ikonisches Kopf-Neigen so präzise zu treffen, dass es nie ins Karikaturhafte kippte. Das ist harte Handwerksarbeit, keine Schauspielerlaune.

Besetzung für Prinz Charles: Dominic West und Josh O’Connor setzen Maßstäbe

Auch Dominic West, 56, der in den späten Staffeln Prinz Charles verkörperte, und Josh O’Connor, 36, der die jüngere Version der Figur in Staffel 3 und 4 spielte, zeigen, wie ernst die Produktion das Thema Ähnlichkeit und psychologische Tiefe genommen hat.

O’Connor gehört 2026 übrigens zu den gefragtesten Namen Hollywoods und dreht aktuell mit Steven Spielberg – ein Karrieresprung, den viele auf sein „The Crown“-Engagement zurückführen.

Was viele nicht wissen: Die Produktion beschäftigte ein eigenes Recherche-Team, das nicht bloß historische Daten prüfte, sondern regelrechte psychologische Profile der realen Personen erstellte. Das erklärt, warum die Darstellungen selten plakativ wirkten, sondern fast schon dokumentarisch nachvollziehbar.

The Crown Besetzung im Überblick: Alle drei Ären von Philip bis Prinzessin Margaret 

Jede Ära brachte ihre eigene Version von Philip, Margaret und dem gesamten Königshaus mit – hier die Übersicht, sortiert nach den drei Zeitabschnitten.

Staffel 1 & 2 – Die jungen Jahre

Diese Phase erzählt die frühen Regierungsjahre nach dem Tod von George VI. – und liefert gleich einige der stärksten Nebenrollen der ganzen Serie:

  • Queen Elizabeth II.: Claire Foy
  • Prinz Philip (Duke of Edinburgh): Matt Smith
  • Prinzessin Margaret: Vanessa Kirby
  • König George VI. (Vater der Queen): Jared Harris
  • Winston Churchill (Premierminister): John Lithgow
  • Queen Mary (Großmutter der Queen): Eileen Atkins
  • Queen Elizabeth (Königinmutter): Victoria Hamilton
  • Louis Mountbatten (Onkel von Philip): Greg Wise
  • Prinz Edward (Duke of Windsor): Alex Jennings
  • Wallis Simpson (Duchess of Windsor): Lia Williams
  • Anthony Eden (Premierminister): Jeremy Northam
  • Peter Townsend: Ben Miles

Besonders Matt Smith als Philip und Vanessa Kirby als Margaret prägten das Bild dieser frühen Jahre so stark, dass viele Fans bis heute sagen, der spätere Cast-Wechsel sei ihnen am schwersten gefallen.

Staffel 3 & 4 – Die mittlere Ära

Hier wird es politisch, aber auch privat turbulenter – Diana betritt die Bühne, und mit ihr eine neue Generation von Konflikten:

  • Queen Elizabeth II.: Olivia Colman
  • Prinz Philip: Tobias Menzies
  • Prinzessin Margaret: Helena Bonham Carter
  • Prinz Charles: Josh O’Connor
  • Prinzessin Diana: Emma Corrin (Staffel 4)
  • Margaret Thatcher (Premierministerin): Gillian Anderson (Staffel 4)
  • Camilla Parker Bowles: Emerald Fennell
  • Prinzessin Anne: Erin Doherty
  • Queen Elizabeth (Königinmutter): Marion Bailey
  • Louis Mountbatten: Charles Dance
  • Harold Wilson (Premierminister): Jason Watkins (Staffel 3)
  • Antony Armstrong-Jones (Lord Snowdon): Ben Daniels

Gillian Andersons Thatcher gilt bis heute als eine der akkuratesten Politiker-Darstellungen der Serie – kein Zufall, dass sie dafür mit Preisen überhäuft wurde.

Staffel 5 & 6 – Die moderne Ära

Die letzte Doppelstaffel bringt die Geschichte bis in die 2000er – inklusive Dianas Tod und dem Erwachsenwerden von William und Harry:

  • Queen Elizabeth II.: Imelda Staunton
  • Prinz Philip: Jonathan Pryce
  • Prinzessin Margaret: Lesley Manville
  • Prinz Charles: Dominic West
  • Prinzessin Diana: Elizabeth Debicki
  • Camilla Parker Bowles: Olivia Williams
  • John Major (Premierminister): Jonny Lee Miller (Staffel 5)
  • Tony Blair (Premierminister): Bertie Carvel (Staffel 6)
  • Dodi Fayed: Khalid Abdalla
  • Mohamed Al-Fayed: Salim Daw
  • Prinzessin Anne: Claudia Harrison
  • Queen Elizabeth (Königinmutter): Marcia Warren
  • Prinz William (junger Erwachsener): Ed McVey (Staffel 6)
  • Prinz Harry (junger Erwachsener): Luther Ford (Staffel 6)

Netflix macht weiter: Das Prequel kommt

Netflix hat im Frühjahr 2026 offiziell grünes Licht für eine Prequel-Spin-off-Serie gegeben. Die Verhandlungen mit Left Bank Pictures, der Produktionsfirma hinter der Hauptserie, sind frisch abgeschlossen.

Die neue Serie wird die Ära vom Tod von Königin Victoria 1901 bis zur Hochzeit von Prinzessin Elizabeth 1947 abdecken – schließt also nahtlos an die allererste Folge der Hauptserie an. Das Casting soll 2027 starten, konkrete Namen gibt es also noch nicht.

Was das bedeutet: Wer sich schon fragt, wer diesmal die junge Königsfamilie spielen wird, muss sich noch etwas gedulden. Aber die Vorgeschichte – zwei Weltkriege, der Abdankungsskandal um Edward VIII., die Krönung von George VI. – bietet erzählerisch enormes Potenzial. Genau das Material, aus dem die Hauptserie ihre stärksten Momente zog.

Der Cross-Over-Effekt: Warum gerade jetzt so viel gesucht wird

Mehrere „The Crown“-Stars stehen 2026 gemeinsam für ein neues Netflix-Projekt vor der Kamera. In der angekündigten Serie „Pride and Prejudice“ übernehmen Emma Corrin (die junge Diana) und Olivia Colman (die ältere Queen) die Hauptrollen.

Für Fans der Serie ist das natürlich ein gefundenes Fressen – zwei Gesichter, die man aus völlig unterschiedlichen royalen Rollen kennt, treffen sich jetzt in einer Literaturverfilmung wieder. Dieses Cross-Over-Interesse treibt das Suchvolumen rund um die komplette Besetzung spürbar nach oben.

Zahlen, die zeigen, wie ernst es die Produktion mit der Regie und Drehbuch meinte

Manchmal sagen Zahlen mehr als jede Beschreibung. Für „The Crown“ wirkten insgesamt 45.816 Statisten mit – eine Größenordnung, die man sonst eher von Historienfilmen kennt, nicht von einer Streaming-Serie. Allein für die finale Staffel gab es über 6.500 Kostümanproben für Statisten. Rund 2.000 verschiedene Kulissen und Sets wurden gebaut oder angemietet, und das königliche Flugzeug tauchte im Laufe der Serie in 38 unterschiedlichen Versionen auf, um den technischen Wandel der Jahrzehnte exakt zu treffen.

Die Nachbildung von Queen Elizabeths Hochzeitskleid für die allererste Episode kostete das Kostümteam rund 37.000 US-Dollar, umgerechnet etwa 26.000 Pfund – und das Kleid war am Ende nur in wenigen Szenen der Pilotfolge zu sehen.

Generell wurden 80 bis 90 Prozent der Garderobe der Queen komplett neu maßgeschneidert, weil echte Vintage-Stücke in dieser Qualität schlicht nicht mehr existieren. Das ist kein Detail für Detailverliebtheit – das ist der Grund, warum die Serie über sechs Staffeln hinweg nie billig wirkte, egal welches Jahrzehnt gerade erzählt wurde.

Das Ende der Hauptserie – und ein Drehstopp aus Respekt

Die Hauptserie endete offiziell im Dezember 2023 nach sechs Staffeln, die den Zeitraum von 1947 bis 2005 abdeckten. Wenig bekannt ist, dass beim Tod von Queen Elizabeth II. im September 2022 die Dreharbeiten zur finalen Staffel aus Respekt für mehrere Tage komplett unterbrochen wurden.

Seriencreator Peter Morgan definierte die gesamte Serie intern als eine Art Liebesbrief an die Queen – und genau deshalb wurde das Ende der sechsten Staffel im Nachhinein noch einmal emotional angepasst.

Diese Haltung erklärt auch, warum selbst kontroverse Szenen – etwa der Ehestreit um den Nachnamen der Kinder – nie reißerisch wirkten. Die Geschichte, dass Prinz Philip wütend darüber war, dass seine Kinder nicht seinen Nachnamen Mountbatten tragen durften

Ich bin der einzige Mann im Land, der seinen Kindern nicht seinen Namen geben darf

, ist historisch verbrieft. Der Frust saß so tief, dass die Queen 1960 per Dekret festlegte, dass Nachkommen ohne direkten königlichen Titel den Doppelnamen Mountbatten-Windsor tragen sollten. Genau solche Details sind es, die „The Crown“ von einer reinen Königsfamilien-Doku unterscheiden: Sie zeigen Menschen mit echten Konflikten, nicht nur Insignien und Protokoll.

Was das für dich als Zuschauer bedeutet, wenn du die Königin Serie schauen willst

Wenn du gerade überlegst, ob sich ein (Wieder-)Einstieg in die Serie lohnt: Die konsequente Cast-Erneuerung ist tatsächlich der beste Einstiegspunkt, egal bei welcher Staffel du beginnst.

Du musst nicht bei Staffel 1 anfangen, um die Geschichte rund um die Königin zu verstehen – jede Doppelstaffel funktioniert fast wie ein eigenes, in sich geschlossenes Kapitel. Das macht die Serie ungewöhnlich einsteigerfreundlich für ein Sechs-Staffeln-Epos, egal ob du sie linear schauen oder gezielt in einzelne Ären einsteigen möchtest.

Wer die Vorgeschichte ab 1901 verstehen will, sollte die ersten Folgen der Originalserie noch einmal im Kopf haben, sobald 2027 die ersten Casting-News kommen. Wer die komplette Entwicklung der Königin über sechs Jahrzehnte am Stück schauen will, findet in der Cast-Struktur also einen klaren roten Faden – auch ohne royales Vorwissen.

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