Die Bedeutung der Taufe

Welche Bedeutung hat eigentlich die Taufe im christlichen Glauben? Wie wird sie gefeiert, wie läuft die Zeremonie ab, welche Bräuche gibt es? 

Die Taufe, das erste Sakrament 

Die Taufe ist das erste Sakrament, welches der Mensch empfängt. Durch sie wird er in die Glaubensgemeinschaft der Christen aufgenommen.

Zumeist findet die Taufe noch im Babyalter statt, allerdings gibt es einen Trend in Richtung spätere Taufe. Generell spricht nichts dagegen, dass ein Kind auch in späteren Jahren noch getauft werden kann. 

Die Taufe ist ein Symbol für eine unauflösbare Gemeinschaft mit Jesus Christus. Der Ursprung liegt darin, dass Jesus im Fluss Jordan von Johannes getauft wurde. 

Taufe – Ablauf und Zeremonie 

Ablauf und Zeremonie Taufe

Die Taufe wird von einem Pfarrer oder Diakon gespendet, und er gießt dabei das geweihte Wasser dreimal nacheinander über den Kopf des Täuflings.

Dabei spricht er die Worte: „Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

Entweder das Kind wird, insofern es sprechen kann, nach seinem Glauben befragt, im anderen Fall übernehmen das die Eltern für ihr Kind. Sie bekennen sich zu der Aufgabe, ihr Kind im christlichen Glauben zu erziehen. 

Bestandteil der Tauffeier sind die Schriftenlesung, eine Predigt, Gebete, Lieder sowie Fürbitten. Bei Letzteren können Eltern und Paten ihrem Kind etwas mit auf den Lebensweg geben. 

Meistens wird bei der Tauffeier an der Osterkerze, die auch dem Altar steht, eine eigens für den Täufling angefertigte Taufkerze angezündet. Die Eltern nehmen diese dann mit nach Hause und können sie immer wieder aufs Neue anzünden. 

Soll das Kind sofort oder später getauft werden? 

Für die meisten Eltern stellt sich diese Frage nicht, weil die Taufe in der Regel noch im Babyalter stattfindet.

Wenn sich die Eltern unsicher sind, können sie mit dem Priester darüber reden, genauso wie auch dann, wenn sie selbst bereits aus der Kirche ausgetreten sind, ihr Kind aber dennoch gerne taufen lassen würden.

Der Priester darf die Taufe nicht ablehnen, denn jedes Kind hat ein Recht auf dieses Sakrament. 

Lieder für die Tauffeier 

Manchmal haben Eltern die Möglichkeit, Lieder für den Gottesdienst bei der Tauffeier mit auszuwählen. Das kann aber ziemlich schwierig sein, in Anbetracht der großen Auswahl an Liedern.

Im Internet finden sich Lieder und Vorschläge, die für eine Taufe passend und angemessen sind. 

Das Taufgespräch 

Bevor es an die Planung der Feier geht, gibt es ein Taufgespräch mit den Eltern und dem Priester, bei dem grundlegende Fragen geklärt werden.

Außerdem können die Eltern hier ihre Fragen stellen in Bezug auf den Blumenschmuck in der Kirche, den Taufspruch, die Fürbitten etc. Auch die Frage nach dem Fotografieren während des Gottesdienstes kann geklärt werden. 

Der Taufpate 

wichtige bezugsperson der taufpate

Schon Wochen vor der Taufe überlegen sich die Eltern, wer die Patenschaft für ihr Kind übernehmen kann. Häufig werden dafür Geschwister der Eltern oder Freunde ausgesucht.

Es sollten ein, höchstens jedoch zwei Taufpaten sein. Das Mindestalter beträgt 16 Jahre. 

Es ist wichtig, dem Kind einen Taufpaten an die Seite zu stellen, der ihn auf seinem Lebensweg begleitet und ihn in seinem Glauben bestärkt. Er kann für das Kind im Jugendalter sogar eine wichtige Bezugsperson werden.

Paten können auch dann unterstützend zur Seite stehen, wenn es Probleme in der Familie gibt oder sich die Eltern trennen wollen. 

Die wichtigste Aufgabe des Paten ist keineswegs, das Patenkind mit Geschenken zu überhäufen, sondern ihm Zeit zu widmen und sich mit ihm beschäftigen.

Daher ist der Pate unbedingt mit Sorgfalt auszuwählen. 

Die Taufkerze 

Die Taufkerze kommt eine besondere Bedeutung zu. Generell haben Kerzen in der Religion eine hohe Symbolik, aber bei Taufen und an Ostern ist die Kerze ein wichtiger Bestandteil der Zeremonie.

 

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Auf dem Altar steht die brennende Osterkerze und an ihr wird die Taufkerze direkt nach der Taufe mit Weihwasser angezündet.

Dann übernehmen entweder die Eltern oder einer der Taufpaten die Taufkerze. 

Taufkerzen gibt es überall zu kaufen; besonders schön sind individuell angefertigte Einzelstücke. Sie können online bestellt und ganz einfach nach Wunsch zum Kind passend bedruckt werden.

Darauf Platz finden verschiedene religiöse Symbole wie Regenbogen, Fisch oder Kreuz, nach Wunsch ein persönliches Foto, der Taufspruch, eine Widmung und der Namen des Kindes sowie das Datum der Taufe.

Die Kerze dient nach der Tauffeier als Tischdekoration und danach als Deko Objekt.  

Taufkerzen individuell bedrucken lassen kann man bei Liamoria oder Scheinvoll.

Die Möglichkeiten sind vielfältig, auf Wunsch sind auch komplett selbst kreierte Designs realisierbar.   

Inspirationen zu Taufkerzen:

Was zieht der Täufling an? 

Generell gibt es keine Kleiderordnung zur Taufe, aber oft entscheiden sich die Eltern des Täuflings für weiße Taufkleidung.

Bei Jungs ist das in der Regel ein Zweiteiler, bei Mädchen zum Beispiel ein weißes Taufkleid, entweder schlicht oder mit Applikationen. 

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Häufig wird die Taufkleidung von Generation zu Generation weitergeben, was ein schöner Brauch ist. Wichtig ist aber gerade bei kleinen Kindern, dass die Kleidung bequem ist. 

Inspirationen zur Taufkleidung:

Die Feier der Taufe 

Nach der Zeremonie und dem Gottesdienst geht es in die Feierlichkeit über. Entweder feiern die Eltern die Tauffeier gebührend zu Hause oder man besucht mit seinen Gästen ein Restaurant. 

Dafür wird die Tafel festlich eingedeckt und geschmückt.

Hierbei kommen zum Beispiel Blumen, passende Servietten, Streudeko und Tischläufer zum Einsatz. Die Taufkerze kann auf dem Tisch repräsentativ platziert werden, besonders schön sieht es aus, wenn dazu passende Lichthüllen bedruckt werden.

Lichthüllen

Diese Lichthüllen eignen sich auch als Geschenk an die Gäste – jeder darf nach der Feier eine davon mit nach Hause nehmen.

Ebenfalls werden als Gastgeschenk gerne Taufmandeln gewählt, die in Beutel verpackt werden. Dabei handelt es sich um einen Brauch, der auf dem früheren Werfen von Bonbons nach der Tauffeier basiert. 

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