Wie du wieder zur inneren Gelassenheit findest, ohne deine Wut zu verleugnen

Ungerechtigkeit, eigene Fehler oder Fehler anderer Menschen – täglich gibt es Gründe, wütend zu sein und in den Kampfmodus zu schalten. Wie gelingt es dir, trotzdem ruhig zu bleiben? Wie kannst du dich von Erinnerungen lösen, die immer noch Ärger und Wut hervorrufen?

Erkennst du dich darin wieder?

Dein Schreibtisch ist gefüllt mit To Do’s, im Kalender ist kaum noch Platz für das Mittagessen. Dein Chef kommt und übergibt dir noch eine weitere Aufgabe. Ohne ein Wort nimmst du den Auftrag entgegen. Innerlich kochst du und ärgerst dich, dass du nicht für dich einstehst.

In einem heftigen Selbstgespräch schimpfst du mit dir und lässt kein gutes Haar an dir.

Auf dem Heimweg stehst du eine gefühlte Ewigkeit im Stau. Du wirst immer nervöser. Endlich kommst du durch die Haustür und wirst mit einem «Oh, du bist aber spät» begrüßt.

Dir platzt der Kragen und mit einem patzigen «Komm mir nicht so blöd» verziehst du dich ins Bad. Grimmig starrst du dein Spiegelbild an. Die Lust auf einen gemeinsamen Abend ist verflogen.

Warum rege ich mich immer wieder über die gleichen Dinge auf?

Zwei Situationen, die täglich vorkommen können. Wir erleben etwas, das uns aufregt. Und schon reagieren wir sofort aus diesem Gefühl heraus.

Wir glauben, uns verteidigen zu müssen. Dahinter stecken oftmals Kindheitserinnerungen, die in unseren Zellen und im Unterbewusstsein gespeichert sind.

Auch Überzeugungen über uns und andere lassen uns teilweise heftig reagieren. Oder wir überdecken Gefühle wie Angst oder Traurigkeit.

Was steckt hinter der Wut?

Was steckt hinter der Wut

Du regst dich über etwas auf, weil du mit etwas in Resonanz gegangen bist. Etwas im Außen findet eine Entsprechung in deinem Inneren. Das Ereignis, die Person usw. wird dann als potenziell gefährlich eingestuft.

Sofort geht die innere Alarmlampe an und du gehst in den Kampfmodus. Dabei ist die Reaktion oftmals nicht angemessen im Vergleich zum Auslöser.

Wohin mit meinem Ärger und meiner Wut?

Nutze diese einfache Übung im Moment der Aufregung. Klopfe dazu an der Handkante (wahlweise auch an anderen Klopfpunkten, siehe weiter unten). Atme dabei ruhig ein und aus.

Spüre deine Füße auf dem Boden oder die Sitzfläche auf dem Stuhl. Beobachte deine Gefühle «von außen», so als ob du eine andere Person beobachten würdest.

So beruhigst du dich und hast die Möglichkeit, angemessen zu reagieren, statt aus der Haut zu fahren.

Wie kann ich meine Wut über eine vergangene Situation beruhigen?

Wut beruhigen KlopfpunkteBeginne an der Handkante zu klopfen. Stell dir die Situation vor, die dich wütend macht. Nimm dabei einen ganz konkreten Moment dieser Situation – quasi ein Foto von einem Augenblick in einem Ereignis.

Schau auf dieses «Foto» und nimm deine aktuellen Gefühle wahr. Benenne das, was JETZT da ist, wenn du an die Situation denkst: Wut, Ärger, Aufregung oder anderes?

Nimm auch wahr, ob du eine Reaktion in deinem Körper spürst
Beachte: Die Gefühle, die du hattest, als die Geschichte passierte, sind dabei nicht wichtig.

Die können wir heute nicht mehr ändern. Wir haben nur Einfluss auf die Gefühle, die JETZT da sind.

Während du auf diese Weise ganz bei der Szene bist und klopfst, sage dir 3 Mal: „Auch wenn mich die Erinnerung an diese Szene so wütend macht, bin ich gut – genau so, wie ich bin

Benutze in jedem Fall deine Worte, genauso wie du es JETZT in dem Moment fühlst. Durch diesen Satz nimmst du das unangenehme Gefühl an. Erlaube dir, das Gefühl wirklich zu spüren. Außerdem akzeptierst du dich mit deiner Wut.

Klopfe nun an den Punkten wie auf dem Bild gezeigt. Hier findest du eine genaue Beschreibung der Punkte. Halte das Bild der Szene vor deinem inneren Auge und wiederhole bei jedem Punkt: „Meine Wut, wenn ich an diese Szene denke.“ Bzw. deine eigenen Worte.

• Atme dabei jeweils bewusst und ruhig ein und aus.
• Klopfe so lange, bis die Szene keine Emotionen mehr auslöst.

Über mich

sabine rösner

Sabine ist als EFT-Master-Trainerin beim internationalen Fachverband EFT International akkreditiert.

Sie bietet Aus- und Weiterbildungen in der EFT-Klopfakupressur an bis hin zur Zertifizierung als Advanced-EFT-Practitioner.

Sie war Co-Organisatorin des diesjährigen Online-Klopf-Kongresses und hat mit Trainerkolleginnen einen Selbstlernkurs für die EFT-Klopfakupressur erstellt.

Im Coaching unterstützt Sabine feinfühlige Frauen, alte Wunden und Belastungen zu heilen, einschränkende Glaubenssätze zu transformieren und zu ihrer inneren Kraft zu finden.

Wie ist deine Reaktion?

Aufregend
0
Interessant
0
Liebe es
0
Unsicher
0

Vielleicht gefällt dir auch

Antwort verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Mehr in:Gesundheit