Warum musste Schneewittchen sterben, um zu leben Wie dein Angebot zum Erlebnis wird

Es geht um Inhalte – und um deine Identität. Der Inhalt besitzt einen Wert, keine Frage, nur wann gibt es diesen Inhalt überhaupt? Mit diesen Tipps wird dein Storytelling zum erfolgreichen Erlebnis.

Heute gehen wir genau dieser Fragestellung nach. Es gibt den Inhalt dann, wenn er durch Worte, Bilder, Formen, Farben und Struktur greifbar wird. Die spannendste Raketenwissenschaft, der nachhaltigste Klimakrisenverwendungsansatz, das einzigartige Training zum Erfolg – all das ist erst dann ein Teil unserer Welt, wenn es erschaffen wurde.

Es reicht nicht aus, wenn Gedanken nur Gedanken bleiben.

Wir brauchen den Weg hinaus, da beginnt die Reise schon. Wie wird dein Angebot oder deine Marke erlebbar? Und zwar bei den Menschen, die auch wirklich einen Nutzen davon haben? Wie minimierst du das Risiko, dass sich dein Angebot nicht in der enormen Frequenz neuer Kommunikationskanäle verirrt?

(Finde dazu 3 konkrete Impulse am Ende dieses Artikels.)

Digital war es noch nie so leicht, mit Kund:innen in Kontakt zu treten. Allerdings lauern auf der WWW-Bühne auch Schurken und andere Mächte, vergiftete Äpfel, viel Lärm und ganz viel Ablenkung. Darum war es auch noch nie so schwierig, Menschen langfristig zu begeistern und zu faszinieren.

Schneewittchen will noch was erleben

Szenenwechsel: Eine Prinzessin liegt in ihrem Sarg, blass und zerbrechlich, sie träumt davon, einmal auf der anderen Seite der Macht zu stehen. Kein Opfer mehr zu sein, sondern eine Heldin. Kein Apfel der Welt soll sie mehr zur Strecke bringen.

Keine Lust darauf, weiter auf den Prinzen zu warten. Sie hat einen Traum. Einen Traum, der die Welt verändern soll.

Sie möchte sich neu erfinden, die Welt retten. Aber wie nur? Und wann damit beginnen? Sie fragt sich: „Muss ich jetzt erst sterben, um zu leben?“ Die Frage hat es in sich, in diesem Moment wendet sich das Blatt und es geschieht das Unvermeidliche… 

Die Heldenreise geht weiter

Hulk erscheint neben dem Sarg. Ja, der große Grüne. Ein Smash, Scherben und eine Erschütterung, die unserer Prinzessin Leben einhaucht. Raus aus dem Sarg und rein ins neue Leben.

Eine komplett neue Sichtweise hat sich aufgetan. Schneewittchen trägt nun Schwarz statt Weiß und revolutioniert ab jetzt die Comic-Welt. Manche vergleichen sie heute auch mit „Catwoman“. Ist das also das Happy End?

So hat sich Schneewittchen ihre Transformation allerdings nicht vorgestellt, sie wollte nicht so lange im Ungewissen verharren. Sie möchte einen anderen Weg gehen, als ihre Vorfahren in den Büchern.

Kein Verstecken hinter dem „Glas-Apfel“ und dabei auf die virtuelle Rettung hoffen. Nein: Smash und Punkt. Außerdem war Hulk zwar okay, aber nicht ganz ihr Typ.

Den Hulk in einem selbst finden 

Hulk in einem selbst finden

Was ist also passiert? Die Rettung im Außen ist oft der Beginn der Leere im Inneren. Das ewige Warten, bis wir zufällig für jemanden interessant werden. Aber das kann doch in diesem Jahrtausend nicht mehr sein, oder? Nein.

Erst wenn wir den Hulk mit seiner ganzen Kraft, den Smash, in uns selbst entdecken – dann ist die Reise auch unsere eigene. Wenn wir uns annehmen, mit allen Themen, die uns aktuell beschäftigen, dann bekommen unsere Geschichten einen ganz anderen Verlauf.

Wenn der Glassarg zerbricht 

Doch wir spulen nochmal kurz zurück. Die Prinzessin liegt im Sarg, Shit Happens, Fehler passieren. Wenn nicht der Apfel gewesen wäre, so wäre es vermutlich etwas anderes gewesen, das sie in die Auszeit gezwungen hätte.

Doch was tun? Dahinsiechen?

Als ihr diese Gedanken durch den Kopf gehen, kommt ein Hauch des Lebenssinns zurück. Einen Beitrag leisten können, die Erde zu einem besseren Planeten machen – all das treibt sie an.

Ein Ruck zur Seite, nichts bewegt sich, nochmals und nochmals, vergeblich. „Muss ich jetzt sterben?“, wieder ihre Gedanken. Ein aktives Nein, ein „Ich will Leben“ wird immer lauter in ihr.

Sie wirft sich hin und her und wer weiß, ob es der Macht ihrer Gedanken oder ihrer Tatkraft zu verdanken ist, aber endlich passiert es: ein Riss im Glas. Jetzt hat sie den Fokus to Escape, der Riss wird immer größer und – Smash – der Sarg zerbricht.

Sie kennt jetzt, nach einiger Zeit hinter Glas – heute nennen wir es Lockdown oder Quarantäne – ihre Mission. Nicht mehr warten, sondern starten!

Selbstbestimmte Transformation

Sie findet am Weg immer wieder Hinweise zu anderen Portalen. Trotz Rückschlägen und Niederlagen gibt sie nicht auf. Und schafft es zu den anderen Superhelden, um dort endlich aktiv mitzuwirken, wenn es um die wirklich großen Themen geht.

Das Ergebnis: Die Transformation fand also zu ihrem gewählten Zeitpunkt statt. Aus ihrer eigenen Kraft wurden Ideen, Ideen zu Taten, die Taten führten zu Situationen und die Situationen machten sie lebendig.

Auch Hulks Rettung ist eine Option. Das Risiko, sein ganzes Leben auf eine solche Befreiung warten zu müssen, ist allerdings hoch. Und bis dahin: Das ganze Leben hinter Glas?

Mit Storytelling zum Erfolg

Etwas erlebbar zu machen, hat viel mit Schöpferkraft, Ideen und dem Leben an sich zu tun. Storytelling ist ein Werkzeug, um Marken und Themen greifbarer zu machen, Menschen zu begeistern.

Früher am Lagerfeuer, jetzt in unserer TikTok-Welt, wichtiger als je zuvor.

Im Grunde geht’s immer um eine:n Held:in. Es gibt Probleme, es gibt Verbündete, es gibt Prüfungen und Konfrontationen, oft einen Plan. Auch „No Return“-Schwellen (zum Beispiel, wenn der Sarg in Scherben liegt, dann gibt’s kein Zurück) sind wesentliche Bestandteile.

Die Heldin entwickelt sich weiter… und dann, meist ein Happy End.

Dein Angebot besetzt in einer anderen Heldengeschichte immer die Mentorenrolle. Dein:e Klient:in zu unterstützen, zu begleiten, den eigenen Hulk dabei zu finden – das sind deine Themen.

Kannst du anderen dabei helfen, ihren Sarg zu zertrümmern? Wenn ja, wie? Gestalte deine Marke oder dein Angebot interessant, spannend und vielleicht auch unerwartet – und „rette die Welt“!

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Tipps für gutes Storytelling 

Tipps für Storytelling

Meine 3 Ideen für mehr Schöpferkraft im Markenaufbau, damit dein Storytelling auch zum Storyselling wird:

1. Dein Big Picture

Starte bei dir selbst: Was ist dein Glassarg? Gibt’s Möglichkeiten, die du noch gar nicht auf dem „Bildschirm“ hattest?

Kreiere dein Big Picture. Was muss auf deinem eigenen Weg noch „gesmasht“ werden?

2. Story Branding

Story Branding führt immer durch eine Situation. Das klingt banal, ergibt allerdings Sinn. Eine Situation besteht immer aus einem Ort (Sarg), einer Zeit (oder Zeitspanne), Personen (Schneewittchen alias Catwoman?) und Emotionen.

Gestalte aktiv den Weg, gibt deinem Tun oder deinem Inhalt die Geschichte, die Struktur, Farbe und Form, die Worte, die es braucht.

3. Wechsle die Perspektive

Perspektivenwechsel: Wie viel Catwoman steckt in deinem Kunden oder deiner Kundin?

Versetze dich in die andere Perspektive und definiere so, was die andere Seite von dir bekommen soll. Keine Floskeln, sondern echter Mehrwert. Was lässt den Hulk aktiv werden?

PS: Was ist dir von diesem Artikel in Erinnerung geblieben?

Storytelling ist der einfachste, natürlichste und kostensparende Weg, um dein Angebot erlebbar zu machen. Was merkt man sich von deinem Angebot, in welcher Welt spielt deine Marke?

Über die Verfasserin

katja maria huber

Mag. Katja Maria Huber Expertin für Marken- und Kommunikationsstrategie IDENTITY BRANDING. SOCIAL SELLING. 

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