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Hochsensibilität was tun? Umgang mit Hochsensibilität – die Reizüberflutung als Superkraft nutzen

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Hochsensibilität was tun? Hast du dich jemals gefragt, warum du manchmal intensiver auf äußere Reize reagierst als andere? Vielleicht bist du hochsensibel, eine Eigenschaft, die mehr und mehr Aufmerksamkeit erhält.

In diesem Blogbeitrag erkunden wir gemeinsam, was es bedeutet, hochsensibel zu sein, wie sich diese Sensibilität im Alltag zeigt und vor allem, welche wirksamen Strategien es gibt, um mit Reizüberflutung umzugehen.

Denn Hochsensibilität ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine einzigartige Superkraft, die es zu entdecken und zu nutzen gilt. 

Hochsensibilität (HSP) erklärt: Was versteht man unter hochsensibel?

Unter dem Begriff „hochsensibel“ versteht man ein Persönlichkeitsmerkmal, das sich durch eine besonders empfindsame Wahrnehmung und Verarbeitung von Reizen auszeichnet.

Hochsensibilität, auch als HSP (Highly Sensitive Person) abgekürzt, ist keine Krankheit, sondern vielmehr eine angeborene Eigenschaft, die bei manchen Menschen stärker ausgeprägt ist als bei anderen.

Die Psychologin Elaine Aron prägte den Begriff und definierte Hochsensibilität als eine erhöhte Empfindlichkeit des Nervensystems gegenüber Reizen. Menschen, die hochsensibel sind, nehmen Sinneseindrücke intensiver wahr als der Durchschnitt.

Das betrifft nicht nur äußere Reize wie Geräusche, Licht und Gerüche, sondern auch emotionale und soziale Reize.

Hochsensible Menschen: Wie verhält sich ein hochsensibler Mensch?

Hochsensible Menschen erleben ihre Umwelt auf eine intensivere Weise. Dies betrifft nicht nur die fünf klassischen Sinne, sondern auch emotionale Reize. Ein hoher Grad an Empathie und eine tiefe emotionale Verarbeitung sind typisch für hochsensible Personen.

Doch wie äußert sich das im Alltag?

Hochsensibilität was tun? Strategien für den Alltag

Hochsensibilität was tun Strategien für den Alltag

Strategie 1: Achtsamkeit im Alltag praktizieren

Hochsensible Menschen neigen dazu, Reize intensiver wahrzunehmen. Achtsamkeit kann helfen, diese Reize bewusster zu verarbeiten. Nimm dir bewusst Zeit für dich selbst, atme tief durch und fokussiere dich auf den gegenwärtigen Moment.

Strategie 2: Den eigenen Raum schaffen

Um Reizüberflutung zu vermeiden, ist es wichtig, einen eigenen Rückzugsort zu haben. Gestalte diesen Raum so, dass er deine Sinne beruhigt. Hier kannst du dich zurückziehen und die notwendige Ruhe finden.

Strategie 3: Emotionale Grenzen setzen

Hochsensible Menschen neigen dazu, die Emotionen anderer stark zu spüren. Setze klare Grenzen, um dich vor einer Überreizung zu schützen. Kommuniziere offen, wenn dir etwas zu viel wird, und erkläre, dass du Zeit für dich brauchst.

Strategie 4: Zeitmanagement beherrschen

Strukturiere deinen Tag so, dass genügend Zeit für Pausen und Erholung bleibt. Hochsensible Menschen profitieren von gut durchdachten Zeitplänen, die genügend Freiraum für Regeneration lassen.

Strategie 5: Kreative Ausdrucksformen finden

Kreativität kann eine effektive Möglichkeit sein, intensiv erlebte Eindrücke zu verarbeiten. Ob Malen, Schreiben oder Musik – finde eine kreative Ausdrucksform, die zu dir passt und dir hilft, deine Gefühle zu verarbeiten.

Strategie 6: Unterstützung suchen

Suche das Gespräch mit Menschen, die dich verstehen. Der Austausch mit anderen hochsensiblen Menschen kann nicht nur Trost spenden, sondern auch praktische Tipps für den Umgang mit der eigenen Sensibilität bieten.

Die Dos and Don’ts von hochsensiblen Menschen

Was können Hochsensible Menschen besonders gut?

Hochsensible Menschen verfügen oft über eine ausgeprägte Intuition und Empathie. Diese Fähigkeiten können zu einem großen Vorteil werden, wenn sie bewusst eingesetzt werden. Nutze deine Intuition, um kluge Entscheidungen zu treffen, und sei für andere Menschen ein einfühlsamer Gesprächspartner.

Was Hochsensible nicht tun dürfen?

Vermeide es, dich selbst zu überfordern. Hochsensible Menschen tendieren dazu, sich in sozialen Situationen zu überreizen. Es ist wichtig, sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen. Lerne, „Nein“ zu sagen, wenn dir danach ist, und setze klare Grenzen.

Kann man Hochsensibilität abtrainieren?

Die Frage, ob man Hochsensibilität abtrainieren kann, ist komplex. Die angeborene Sensibilität lässt sich nicht einfach ablegen. Stattdessen ist es sinnvoller, die eigenen Fähigkeiten zu akzeptieren und konstruktive Wege im Umgang mit ihnen zu finden.

Superkraft hochsensibel erkennen: Wie erkenne ich, ob ich hochsensibel bin?

Superkraft hochsensibel erkennen Wie erkenne ich, ob ich hochsensibel bin

Hochsensibilität ist keine Schwäche, sondern eine besondere Begabung. Hier sind einige Anzeichen, die darauf hinweisen können, dass du hochsensibel bist:

  • Du nimmst Gerüche, Geräusche und visuelle Eindrücke intensiver wahr als andere.
  • Emotionale Reize beeinflussen deine Stimmung stark.
  • Du fühlst dich oft von lauten Umgebungen überwältigt.
  • Du bist einfühlsam und kannst die Stimmungen anderer gut einschätzen.
  • Du benötigst regelmäßige Auszeiten, um dich zu erholen.

Fazit zu Hochsensibilität was tun

Hochsensibilität kann eine Herausforderung sein, aber auch eine wertvolle Superkraft. Mit den richtigen Strategien und einem bewussten Umgang lassen sich die positiven Seiten dieser Eigenschaft entfalten.

Akzeptiere deine Sensibilität, setze klare Grenzen und finde Wege, wie du sie zu deinem Vorteil nutzen kannst. In einer Welt, die oft von Reizüberflutung geprägt ist, kann die Fähigkeit, intensiver wahrzunehmen, zu einer wertvollen Ressource werden.

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