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Mama, ich will nicht studieren, ich will Influencerin werden! Astronaut sein war gestern – Heute steht YouTuber sein im Vordergrund

Es gibt kaum noch Kinder, die Arzt, Astronaut oder Feuerwehrmann, werden wollen. Jetzt sind es Traumberufe wie Influencer, YouTuber, Blogger, Vlogger etc. Wie kam es zu dieser schwindelerregenden Wende? Warum wollen Kinder lieber YouTuber sein, als ins All zu fliegen?

Du kennst bestimmt die berühmte Frage, während du aufgewachsen bist „Was willst du werden, wenn du groß bist?“ Und du erinnerst dich wahrscheinlich an die Antwort darauf. Diese haben sich im Laufe der Zeit verändert und das ist sicher.  

Wir alle wollten Feuerwehrmann, Arzt oder Astronaut werden. Für die ganz kreativen war es Prinzessin oder Präsident. Vielleicht kennst du auch jemanden, der dies geworden ist.

Aber weißt du, dass diese Berufe heute fast aus den Köpfen der Kinder verschwunden sind?

Neuere Forschungen zu diesem Thema haben eine Antwort wie „Arzt“ auf Platz 6 ergeben. Vielleicht wäre es nicht so seltsam, wenn es nicht erst Antworten wie Influencer, YouTuber, Blogger oder Vlogger gäbe.

Eine Umfrage des Reisebüros First Choice ergab, dass 34 % der Kinder zwischen sechs und 17 Jahren gerne YouTuber werden möchten, wenn sie groß sind. Und fast ein Fünftel (18 %) gab an, Blogger oder Vlogger zu werden.

Ist uns diese Wende passiert und unbemerkt geblieben oder haben wir das Bewusstsein für die neuen Entwicklungen im Leben unserer Jüngsten unterdrückt?

Die erste Tatsache, die wir erwähnen möchten, ist, dass Kinder heute in einem frühen Alter schon ihr erstes Smartphone oder Tablet erhalten. Anzumerken hierbei ist, dass es sich nicht um 0815 Handys handelt, sondern die neuesten Smartphones – die meistgenutzten Marken sind Samsung oder iPhone.

Die Hauptgründe dafür sind nach Angaben der Eltern in erster Linie aus Sicherheitsgründen. Damit die Kinder jederzeit für sie erreichbar sind und ihre Aktivitäten kontrollieren können.

Es ist fast schon rhetorisch, wenn wir uns den Grund ansehen, weil genau das ist das Einzige, was Kinder nicht verstehen. Die Sicherheit!

Aber darüber werden wir später mehr sprechen.

Das ideale Leben: Spaß haben und gleichzeitige Geld verdienen! Das ist doch einfach, oder nicht?

Das ideale Leben

Die Verfügbarkeit des Internets und die Freiheit, Inhalte auszuwählen, hat dazu geführt, dass Kinder immer mehr Zeit damit verbringen, an Bildschirme festgenagelt zu sein und beliebte Blogger, Vlogger und Influencer zu beobachten.

Diese stellen das „ideale Leben“ dar, Dinge haben, von denen sie nur träumen können, attraktive Reiseziele besuchen, teure Kleidung besitzen, mehr als ein Haufen kosmetische Produkte.

Kurz gesagt, sie zeigen alles, was sich ein Jugendlicher vorstellt.

>>Instagram vs Realität – Leben wir in einem falschen Bild der Realität?<<

Und das Wichtigste zu benennen (obwohl wir nicht ganz zustimmen würden) ist, dass alles auf eine Weise präsentiert wird, die sehr einfach erscheint und jeder denkt: „Hey, das könnte ich auch!“

Das Kind beobachtet, wie andere beim Spielen gefilmt werden, während es Geld verdient und einen riesigen Spaß dabei hat.

Wer möchte nicht Spaß haben und gleichzeitig Geld verdienen? Und tatsächlich wird es heute langsam zu einem richtigen Beruf.

Welche Rolle spielen die Eltern hierbei und wie weit gehen Eltern, um ihre Kinder dabei zu unterstützen?

Alles, auch das, beginnt ausschließlich mit der Entscheidung der Eltern.

Die Pracht des heutigen Lebens in sozialen Netzwerken sowie der monetäre Vorteil derselben (leichter Verdienst) führen dazu, dass Eltern ihre Kinder bewusst in diese Gewässer drängen.

In einigen Ländern herrscht immer noch Misstrauen gegenüber dieser Art des Verdienens, während es in anderen eine Goldmine ist.

Viele Eltern kündigen sogar ihren Job und widmen sich der Unterstützung ihrer Kinder beim Erstellen, Bearbeiten und Veröffentlichen von Inhalten.

Denn wie bereits erwähnt … es ist nicht so einfach, wie es scheint.

Aber sollten Eltern ihre Kinder wirklich ermutigen, in so jungen Jahren zu Influencern, oder YouTubern zu werden?

Es ist nicht zu bestreiten, dass viele Kinder und Familien in diesem Bereich erfolgreich sind und dadurch auch finanzielle Erfolge erzielen. Nichtsdestotrotz sollten Eltern große Vorsicht walten lassen, bevor sie Kinder dazu ermutigen, ein Influencer oder YouTuber zu werden.

Eltern müssen sich der Auswirkungen bewusst sein, die das ständige Fotografieren auf die geistige, körperliche und emotionale Gesundheit von Kindern haben kann.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt: Privatsphäre.  Eltern müssen sich im Klaren sein, dass es sich hierbei um ein Kind handelt.

Diese wollen vielleicht nicht jeden Tag online sein, hinzukommt noch die Auseinandersetzung von den Eltern geschaffenen Online-Identitäten.  Für uns Erwachsene ist es manchmal schwer eine Balance zwischen dem privaten und beruflichen Leben zu finden – Wie soll dies dann ein Kind schaffen?

Wer braucht schon eine Allgemeinbildung, wenn man YouTuber werden will, oder?

Sehr besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass viele Jugendliche die Allgemeinbildung um des Internets willen vernachlässigen, weil sie für eine Karriere im Internet nicht unbedingt notwendig zu sein scheint.

Wir sind uns einig, dass dies auch eine kreative Form der Erholung ist. Sie müssen wirklich einfallsreich, lustig und konstant sein. Viele gehen sehr hingebungsvoll damit um.

Aber das ist ein Thema, über das wirklich viel diskutiert werden kann. Die Meinungen sind geteilt.

Aber Tatsache ist, dass sich jede Generation immer weiter von Bildung, Berufen und Diplomen entfernt. Wir müssen aber zugeben, ganz so ist es nicht. Spezielle Schulen werden eröffnet, Kurse, die uns lehren, wie wir zu einem erfolgreichen YouTube-Star werden. Es ist alles zu Marketing geworden.

Am meisten haben wir dazu beigetragen. Alle, -Die Gesellschaft. Eltern. Medien

Wissen wir wirklich, was die Freiheit bedeutet, die das Internet bietet?

Gefahr Internet

Etwas, das als Unterhaltung dienen soll, öffnet eine gefährliche Welt. Missbrauch wird immer häufiger.

Aber wir müssen auch die unzähligen Vorteile, die es bietet, intelligent nutzen und uns, sowohl Erwachsene als auch Kinder, rechtzeitig informieren, wie wir uns im Internet schützen können und lernen, es sicher zu nutzen.

>>Ist TikTok gefährlich? Die wahre Gefahr der Challenges für Kinder<<

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