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Pornos in einer Beziehung: Darf ich in einer Beziehung Pornos schauen?

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Wie oft sprichst du mit deinem Partner über das Thema Pornografie? Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr noch nie darüber gesprochen habt, ist relativ hoch. Viele Paare behandeln diese Angelegenheit mit Stillschweigen, dabei ist es essenziell offen darüber zu kommunizieren, um Missverständnisse zu vermeiden.

Wir gehen mit euch den ersten Schritt und schauen uns einmal genauer an, ob der Konsum von Pornos in einer Partnerschaft okay ist und welche Vor- und Nachteile dadurch entstehen können.

Warum schauen wir eigentlich Pornos?  

Unsere Lust auf Pornografie ist erst einmal ganz natürlich, denn sie entspringt dem Sexualtrieb. Wir haben ein Bedürfnis nach Sex und Pornos können das befriedigen.

Besonders reizvoll sind die erotischen Videos, weil sie immer und überall verfügbar sind. Es bedarf keinem großen Aufwand oder eine andere Person, um an sexuelle Befriedigung zu gelangen.  

Mit wenigen Klicks eröffnet sich eine Welt an verführerischen Inhalten, die man ganz an den eigenen Geschmack anpassen kann. Durch Menüseiten und Kategorien hat man die Möglichkeit, bis ins letzte Detail alles an die persönlichen Vorlieben anzupassen.

Ist doch praktisch, oder?  

Nacktheit polarisiert  

Obwohl unser Sexualtrieb natürlich ist, ruft das Thema Pornografie eine Bandbreite an Reaktionen aus. Manche finden den Konsum nicht in Ordnung, andere sehen darin kein Problem und wieder andere verdienen damit ihr Geld.

Trotzdem sind erotische Inhalte nicht nur auf gut geschützten Internetseiten zu finden. Auch auf Social Media, im Fernsehen und Zeitschriften zeigt man gerne Haut. Der Grund? Sex sells.  

Man denke nur an die Pamela Anderson und Tommy Lee Sextapes oder das legendäre Video von Kim Kardashian, das ihre Karriere ordentlich angefeuert hat. Was im ersten Moment als Skandal verkauft wird, bringt vor allem eines: Aufmerksamkeit.

Menschen verdienen an Nacktheit Geld und die Nachfrage ist höher denn je. Die Erotikwelt wird nicht verschwinden, weshalb du selbst entscheiden musst, wie du mit dem Thema umgehen möchtest.  

Mythos: Pornos sind Männersache

Mythos Pornos sind Männersache

Nach wie vor gilt in vielen Kreisen der Mythos: Pornos sind Männersache.

Dieses Vorurteil ist lange überholt. Zwar gibt es keine genauen Studien, die die prozentuale Verteilung von Mann und Frau unter den Pornokonsumenten akkurat widerspiegeln, doch Frauen schauen ebenso heiße Filmchen, wie Männer.  

Der Hauptgrund dafür, dass Pornos lange den Männern vorbehalten waren, liegt schlicht und einfach daran, dass die Videos auf die männliche Befriedigung ausgelegt wurden. Produzenten haben diese Marktlücke erkannt und mittlerweile werden spezielle Frauen-Pornos produziert, die sich auf die Bedürfnisse der Ladys konzentrieren.  

Eines steht jedoch fest: Frauen und Männer werden beide von Videos mehr erregt als von Bildern oder Büchern. Übrigens kann man das Internet statt zum Pornokonsum auch dafür nutzen, neue Partner kennenzulernen.  

Darf ich in meiner Beziehung Pornos schauen? 

Ist Pornos schauen Fremdgehen? Wie man mit dem Thema in einer Beziehung umgeht, liegt ganz an dir und deinem Partner – jeder hat unterschiedliche Meinungen dazu, ob es okay ist Pornos zu schauen oder nicht. Es gibt kein universelles richtig oder falsch.

Übergreifend lässt sich jedoch sagen, dass Kommunikation das Wichtigste ist. Hinter dem Rücken des Partners Sexvideos zu schauen ist am schlimmsten, vor allem wenn man dabei erwischt wird.  

Findet der Partner heraus, dass hinter dem Rücken Pornos konsumiert werden, kann das den Eindruck erwecken, der gemeinsame Sex wäre nicht gut genug. Besonders Frauen fühlen sich oftmals hintergangen oder unattraktiv.

Ein offenes, klärendes Gespräch kann Missverständnisse aus dem Weg räumen und Konflikte vermeiden.  

Viele Frauen mögen es nicht, wenn der Partner alleine Pornos schaut. Doch die Betonung liegt auf alleine, denn die meisten Frauen geben ebenfalls an, dass sie offen dafür wären, erotische Videos mit dem Partner zu schauen.

So macht man aus einem Tabu-Thema eine gemeinsame Aktivität, die das Sexleben bereichern kann.  

Vorteile & Nachteile von Pornografie

Vor und Nachteile von pornografie

Wie sagt man so schön – jede Medaille hat zwei Seiten. Pornografie ist weder durch und durch böse, noch ausschließlich gut. Wir haben uns intensiv mit dem Thema beschäftigt und die grundlegenden Vor- und Nachteile zusammengefasst.  

Vorteile  

  • Fantasien ausleben: Die Videos ermöglichen es den Konsumenten, ihre Fantasien und Vorlieben auszuleben. Manche Menschen haben Fetische oder Interessen, für die sie im echten Leben keinen passenden Partner haben oder sich eventuell sogar schämen. Pornografie bietet Befriedigung für geheime Verlangen, vor allem wenn man die Praktiken im echten Leben gar nicht ausüben möchte. Man denke beispielsweise an die Shades of Grey Bücher, die in der Frauenwelt besonderen Anklang gefunden haben. Viele der Leserinnen haben jedoch kein Verlangen, sich im echten Leben so behandeln zu lassen.  
  • Jederzeit verfügbar: Mit ein paar Klicks hat man Zugang zu einer quasi unendlichen Auswahl an erotischen Filmchen.  
  • Stress abbauen: Ein Orgasmus hilft dabei, Stress abzubauen. Hatte man einen anstrengenden Tag oder steht ein aufregender Termin an, können Pornos Ablenkung schaffen und zum Höhepunkt verhelfen.  
  • Inspiration & Vorspiel: In einer Beziehung können Pornos als Vorspiel oder Inspiration genutzt werden. Man findet zum Beispiel Sexspiele, die etwas Würze in die Beziehung bringen

Nachteile  

  • Suchtgefahr: Es klingt im ersten Moment vielleicht surreal, aber Pornos können süchtig machen. Eine Porno-Sucht ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die für Betroffene enorm belastend und einschränkend ist. Heutzutage gibt es dafür Therapiemöglichkeiten und Hilfe, damit man die Abhängigkeit bekämpfen und in einen normalen Alltag zurückfinden kann.  
  • Verletzend für den Partner: Wie bereits erwähnt, geht jeder anders mit dem Thema Pornografie in der Beziehung um. Für manchen Beziehungen kann es negative Folgen haben, wenn der Partner heimlich pornografische Inhalte konsumiert.  

Was wir von Pornos lernen können 

Egal, ob mit Partner oder alleine, beim Schauen von Pornos darf man einen Fakt nie vergessen: Die Videos sind nicht echt. Bei den Darstellern handelt es sich um Schauspieler, die eine Rolle spielen.

Oftmals sind die Körper operativ verschönert, Männer nehmen kleine Helfer, um länger durchzuhalten und es wird viel gestöhnt, ohne dass befriedigt wird. Man sollte sich niemals mit den Darstellern aus den Filmchen vergleichen.  

Behält man das im Hinterkopf, können die Videos durchaus positive Auswirkungen auf eine Partnerschaft haben. Sie können beispielsweise als Vorspiel genutzt werden oder als Anregung für Rollenspiele und Stellungen dienen. Entscheidend ist, dass beide Seiten sich wohlfühlen und auf das Erlebnis einlassen.  

Fazit – offene Kommunikation ist der Schlüssel zum Glück  

Jetzt liegt es an euch, aufgeschlossen über die Erotikwelt zu sprechen und eine Lösung zu finden, mit der ihr beide glücklich seid. Im Zweifelsfall geht Probieren immer über Studieren.

Nicht spricht gegen einen erotischen Filmabend. Danach könnt ihr entscheiden, ob ihr euch wohlgefühlt habt und Spaß hattet oder ob die Videos in Zukunft nicht mehr konsumiert werden.  

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