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„Pressearbeit ist für Frauen wie gemacht“ – Rowena Hinzmann verrät wieso

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Werbung schalten kann jeder, in die Presse kommen nur diejenigen, die erfolgreich sind und etwas auf dem Kasten haben – so oder so ähnlich denken die meisten Menschen über Personen, die mit Artikeln in Zeitungen oder Interviews im TV zu sehen sind.

Es eilt ihnen ein guter Ruf voraus. Wer in der Presse erscheint, hat trotz Social Media, Internet und Co. ein höheres Ansehen als diejenigen, die durch Werbung auf sich aufmerksam machen.  

Dass Pressearbeit noch immer einen besonderen Stellenwert hat, weiß Presse-Mentorin Rowena Hinzmann aus eigener Erfahrung.

Die gelernte Redakteurin unterstützt selbstständige Frauen dabei, in die Presse und Medien zu kommen und dadurch sichtbarer und bekannter zu werden. Aber vor allem ist es das Ziel der 36-Jährigen, Frauen in die Medien zu bringen, um ihnen zu mehr Anerkennung und einem höheren Ansehen zu verhelfen, die sie als Expertinnen in ihren Themenbereichen verdienen.   

Wer immer wieder in der Presse zu sehen ist, wirkt nicht nur kompetent und wird als seriös empfunden. Diesem Menschen wird mit einem Mal auch mit mehr Respekt gegenüber seinem Tun, Können oder Wissen begegnet“, erklärt sie.

Noch dazu erhöhe es die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Person, was durch Werbung kaum oder gar nicht erreicht werden kann.

„Pressearbeit wirkt wie ein Gütesiegel von Stiftung Warentest“, so die PR-Mentorin.  

Um sich als Expert*in oder mit dem eigenen Unternehmen erfolgreich zu etablieren, führt kein Weg dran vorbei, sich bei der Zielgruppe bekannt zu machen und ihr Vertrauen zu gewinnen.

Trotz Internet und der sozialen Medien gewinnt Pressarbeit dabei zunehmend an Bedeutung und kommt besonders selbstständigen Frauen zugute, um als erfolgreich und professionell wahrgenommen zu werden.

Denn oft werden Unternehmensgründungen von Frauen eher als Hobby oder Nebenbeschäftigung angesehen“, nicht aber als vollwertige Selbstständigkeit, so die Erfahrung von Rowena Hinzmann. Darunter leide nicht nur das Selbstvertrauen, auch erführen Frauen dadurch weniger Zuspruch und Unterstützung.  

Pressearbeit wirkt manchmal magisch 

Rowena Hinzmann über die Pressearbeit

Auch hierbei ist Pressearbeit ein guter Ratgeber, um dem mangelnden Support entgegenzuwirken und Frauen zu empowern, ist sich Rowena Hinzmann sicher.

Das Einzigartige an Pressearbeit ist, sie wirkt oft magisch und manchmal auch unerklärbar“, so die gelernte Redakteurin, die selbst nicht nur während ihrer Tätigkeit bei einer Lokalzeitung die ein oder andere Überraschung erlebt hat.

Auch ihre Kundinnen berichten immer wieder von unerwartet positiven Reaktionen aus dem Umfeld.

Von Freudentränen der Mutter über unverhoffte Anerkennung seitens des Schwiegervaters bis hin zu E-Mails von ehemaligen Lehrern sowie Fanpost war alles schon dabei. „Es ist immer wieder erstaunlich, was ein Auftritt in der Presse bewirken kann – vor allem bei meinen Kundinnen selbst, die dadurch an Selbstvertrauen, Stärke und Mut gewinnen.

Deswegen ist sie davon überzeugt: Pressearbeit ist ein absoluter Booster für selbstständige Frauen – beruflich, privat, mental.  

Darüber hinaus gibt es noch weitere Gründe, weshalb Frau den Schritt vor die Kamera wagen sollte.  

Frauen als Expertinnen sind für die Pressewelt besonders interessant 

Rowena Hinzmann über Frauen in der Presse

Dass es erfolgreiche Männer gibt, ist für die Pressewelt nichts Neues mehr. Bei Frauen sieht die Lage schon ganz anders aus.

Beruflich erfolgreiche Frauen in der Selbstständigkeit oder in Führungsposition sind in Deutschland eher rar gesät und daher besonders. Laut einer Statistik der Marisa Stiftung von 2021 fehlt es der Medienwelt vor allem an Frauen als Expertinnen.

So war in verschiedenen TV-Formaten während der Corona-Krise nur eine von fünf Expert*innen weiblich.

In der Online-Berichterstattung belief sich die Zahl auf gerade einmal 7 Prozent. „Das zieht sich leider in vielen Bereiche in der Medienbranche durch“, weiß Rowena Hinzmann. Daher würden Frauen nicht nur allein wegen des „Seltenheitsfaktors“ in der Medienlandschaft nach und nach stärker nachgefragt werden, sondern auch wegen des Ungleichgewichts.   

Ein Besuch im Kiosk zeigt allerdings: Es gibt mehr Zeitschriften und Magazine für Frauen als für Männer. „Dementsprechend mehr Chancen gibt es, für sie, publiziert zu werden“, so Rowena Hinzmann.

Das Gleiche gelte auch für die Onlinemedien. Jährlich steigt die Zahl an Podcasts und Netz-Magazinen im Internet, wodurch sich neue Möglichkeiten ergeben, als Expertin oder erfolgreiche Unternehmerin zum eigenen Thema aufzutreten.  

Weiter geht es mit dem Thema Kommunikation.

Ob Frauen kommunikativer sind als Männer, darüber lässt sich streiten. Dass das weibliche Geschlecht mit Konfliktthemen in vielen Bereichen offener umgeht und darüber spricht als Männer, allerdings nicht.

Aber genau das braucht die Pressewelt“, weiß Rowena Hinzmann. Interviewpartner*innen und Expert*innen, die Probleme und Herausforderungen konkret ansprechen, sie sichtbar machen, mit dem Finger in die Wunde drücken und damit viele Menschen berühren und wachrütteln.

Dafür seien die Medien letztendlich auch da: Um Problematiken anzusprechen, sie publik zu machen und aufzuklären. 

Durch Pressearbeit Einfluss nehmen 

Ein besonderer Punkt in der Pressearbeit ist zudem der Einfluss. Bis auf die Medien gibt es nicht viele Möglichkeiten, viele Menschen ohne großen Aufwand zu erreichen und zu Veränderungen beizutragen.

„Jemand, der regelmäßig in der Presse erscheint, kann Fußstapfen hinterlassen“, beschreibt sie.

Ob als Inspiration für andere Menschen, in der Rolle als Vorbild oder als Mutmacher*in. „Damit sich etwas wandeln und positiv verbessern kann, braucht es Vorreiter*innen, sodass andere hinterhergehen“.

Das funktioniere jedoch nicht, wenn niemand von ihnen erfahre.  

Über Rowena Hinzmann

Mehr Frauen in die Presse und Medien! – Das ist das Credo von Rowena Hinzmann. Als freiberufliche Redakteurin und PR-Beraterin unterstützt sie Frauen, mit ihrem Thema, Buch oder Business durch Presse und Medien bekannter zu werden.

Für sie ist wichtig, Frauen über die PR- und Medienwelt aufzuklären und sie dadurch zu ermutigen, sich in den öffentlichen Medien zu zeigen. Denn sie sagt:

Jeder kann für die Presse interessant sein. Es kommt nur darauf an, was man ihr bietet.

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