Beziehung

The Five Love Languages – 5 Sprachen der Liebe in einer Partnerschaft

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5 Sprachen der Liebe: Wer seine Zeit gerne auf TikTok, Instagram und Co. verbringt, dem dürfte der Begriff der sogenannten „Love Languages“ nicht unbekannt sein. Immer wieder wird er in den sozialen Netzwerken erwähnt und diskutiert.

Doch was genau sind die fünf verschiedenen Sprachen der Liebe und wie findest du heraus, welche deine ist? Diese und weitere Informationen erhältst du im folgenden Artikel!

Entwicklung des Konzepts der Liebessprache nach Gary Chapman

Im Jahr 1992 veröffentlichte der amerikanische Seelsorger, Paarberater und Autor Gary Chapman ein Buch mit dem Titel „The 5 Love Languages: The Secret to Love that Lasts“.

Nachdem er über vierzig Jahre mit verschiedensten Paaren gearbeitet hatte, hatte er begonnen, seine Beobachtungen aufzuschreiben und so entstanden mehrere Büchern, in denen sich Chapman mit den Problemen von Beziehungen auseinandersetzt und herauszufinden versucht, was glückliche Beziehungen brauchen.

So entstand die Idee der 5 Sprachen der Liebe:

Es gibt 5 Sprachen, um diese zum Ausdruck zu bringen. Ähnlich wie die Muttersprache, muss man diese Sprachen aber nicht aktiv erlernen, sondern legt sich unbewusst fest. Deshalb werden die 5 verschiedenen Liebessprachen auch oft als die „Muttersprache der Liebe“ bezeichnet.

In Chapmans Werk geht es darum, wie man die Bedürfnisse seines Partners oder seiner Partnerin besser verstehen kann und wie Menschen ihre Liebe mit Hilfe der fünf Sprachen der Liebe zum Ausdruck bringen.

Manchmal ist es einfach und die Personen in einer Partnerschaft sprechen dieselbe Sprache – doch meistens muss man erst herausfinden, welche Sprache der Liebe Ihr Partner spricht.

Übrigens: Chapman schrieb mehrere Bücher zum Thema Liebe – unter anderen auch über die Sprachen der Liebe für Kinder. Wer auch dazu etwas erfahren möchte, der kann sich mit Hilfe der zahlreichen Bücher von Gary Chapman genauer informieren.

Welche 5 Sprachen der Liebe gibt es?

5 Sprachen der Liebe

Laut dem Paartherapeuten könnte nahezu jeder Mensch in Beziehungen einer oder mehrerer dieser Sprachen zugeordnet werden.

Diese fasst er zusammen in den Begriffen:

  • Words of Affirmation – Lob und Anerkennung durch Worte“
  • Quality time – Gemeinsam verbrachte Zeit und Zweisamkeit.“
  • Physical touch – Körperliche Berührung und Zärtlichkeit“
  • Acts of service – Erledigung von Diensten und Hilfsbereitschaft“
  • „Gift giving – Geschenke machen“

Wenn man einmal seine eigene und die Sprache des Partners kennt, solle es also leichter sein, zu verstehen, was in einer Beziehung erwartet und gebraucht wird, um somit Konflikte nach den Zeilen:

„Wenn du mich wirklich lieben würdest, dann…“ zu vermeiden.

Words of Affirmation – Lob und Anerkennung durch Worte

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Hierbei geht es um das Ausdrücken der Zuneigung durch gesprochene Worte. Verbales Lob und Worte der Anerkennung spielen dabei eine wichtige Rolle, dass man sich geliebt fühlen kann.

Wenn Wörter die primäre Liebessprache einer Person sind, glaubt diese, das Worte eine Bedeutung haben und dabei helfen, die Gefühle des anderen besser zu verstehen und auch fühlen.

Die Auffassung, dass der andere die Liebe ja sehen müsste, ohne dass man es ständig laut ausspricht, ist hier fehl am Platz:

Die Personen müssen die Worte hören, um sie richtig fühlen zu können. Wenn dem anderen kaum jemals ein lobendes Wort über die Lippen kommt, kommt es schnell vor, dass man weniger Liebe tatsächlich wahrnimmt.

Es ist aber auch wichtig zu verstehen, dass man dem anderen keine seitenlangen Liebessprüche rezitieren oder andauernd Komplimente machen muss, damit die Nachricht ankommt. Ein einfaches:

Hey, ich bin wirklich stolz auf dich“ tut jenen Menschen bereits gut und sie fühlen sich schnell geschätzter.

Quality Time – Gemeinsam verbrachte Zeit und Zweisamkeit

Menschen mit dieser Beziehungssprache geht es nicht nur darum, Zeit miteinander zu verbringen, sondern auch darum, wie diese gemeinsame Zeit zu zweit aussieht.

Wenn man voll auf sie fokussiert ist und sich nicht durch Dinge wie Smartphones ablenken lässt, kann sich diese Person geliebt und beachtet fühlen.

Sprache der Liebe Augenkontakt
Augenkontakt, ungeteilte Aufmerksamkeit und aktives Zuhören bilden ebenfalls einen wichtigen Aspekt.

Wer einen Schritt weiter gehen möchte, der kann auch Aktivitäten planen, um seinem Partner seine Zuneigung zum Ausdruck zu bringen: Ein gemeinsamer Spaziergang oder Filmabend ist dabei ebenso gerne gesehen wie ein gemeinsamer Urlaub.

Das, was es zu beachten gibt, ist: Für Personen mit dieser Love-Language ist die Qualität – und nicht die Quantität der gemeinsam verbrachten Zeit – das A und O für eine glückliche Beziehung.

Physical Touch – Körperliche Berührung und Zärtlichkeit

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Diese Personen empfinden, dass die Liebe am stärksten durch körperliche Zuneigung und Intimität.

Dabei muss es nicht immer nur gleich um sexuelle Dinge gehen – Händchen halten, eine Massage am Ende des Tages oder auch ein kurzer Kuss auf die Wange, gibt dem anderen bereits ein gutes Gefühl.

Durch den Fokus auf Zärtlichkeit fühlen sich viele Menschen nicht nur sexy und begehrenswert, sondern können auch die Nähe zum Partner richtig fühlen.

Auch eine heiße Liebesnacht ist vielmehr Beweis der Gefühle, die man für den Anderen empfindet, als es auf den ersten Blick scheinen mag.

Es gibt dafür auch eine physiologische Erklärung: Der Körperkontakt mit einem Menschen, den man liebt, löst im Körper eine Freisetzung von Hormonen wie Oxytocin, Serotonin und Dopamin aus.

Diese sogenannten Wohlfühl-Hormone führen dazu, dass man sich sofort besser fühlt und diese körperliche Nähe noch mehr genießt. Es können also sehr wohl beide Partner von der körperlichen Nähe profitieren, egal, was die persönliche Sprache der Liebe sein mag.

Acts of Service – Erledigung von Diensten und Hilfsbereitschaft

Diese Liebessprache – auch als Liebessprache der Hilfsbereitschaft bezeichnet – mag auf den ersten Blick etwas seltsam wirken, bei näherer Betrachtung ergibt sie aber durchaus Sinn.

Mit „Erledigung von Diensten“ sind kleine Dinge, die man für seinen Partner machen kann, gemeint. Das inkludiert Dinge wie das Abspülen des Geschirrs am Ende des Tages oder die Erledigung des wöchentlichen Einkaufs.

Sprache der liebe Hilfsbereitschaft
Es ist egal, wie klein, nichtig und unbedeutend diese Dinge erscheinen können, für jemanden mit dieser Liebessprache sind sie ein echter Liebesbeweis und eine Art der Kommunikation.

Wichtig dabei ist aber, dass der Liebesdienst ohne große Dramatik ausgeführt werden; das heißt, dass man den anderen nicht ständig darauf aufmerksam macht, was man denn heute schon wieder alles für ihn gemacht hat.

Eine Beziehung ist ein Geben und Nehmen und Personen mit dieser Liebessprache tendieren dazu, auch für den Partner viele kleine unbemerkte Dinge zu erledigen, um ihre Liebe auszudrücken. Das Vorhalten der Erledigungen ist deshalb ein No-Go, und viele Personen reagieren schnell mit emotionalem Rückzug.

Receiving Gifts – Geschenke machen

Personen, die die sogenannte Geschenke-Sprache der Liebe sprechen, benutzen kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten als Indiz für Liebe und Zuneigung.

Oftmals wird diese Art des Ausdrucks als zu materiell abgetan – es geht aber ganz und gar nicht darum, wie teuer oder aufwändig die Geschenke sind, sondern mehr um den Gedanken, den sich der Partner dabei gemacht hat.

Wenn das Geschenk etwas symbolisiert, was dir wichtig ist oder was spezifisch für dich gemacht wurde, zeigt dir das, dass dein Partner dich versteht und kennt und auf deine Wünsche eingeht.

Auch kleine Mitbringsel aus dem Urlaub, sind schon Zeichen der Wertschätzung und eine unaufwändige Art, dem anderen seine Liebe zu zeigen.

Personen mit dieser Liebessprache werden gut auf die Geschenke achtgeben, sich oft an die Momente des Schenkens zurückerinnern und diese als echte Liebesbekundungen wertschätzen.

Die 5 Sprachen der Liebe im Überblick

Die 5 Sprachen der liebe dargestellt

Fazit: Kennst du die Liebessprachen oder Love Languages von dir und deinem Partner

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Wir alle drücken Zuneigung, Verbundenheit und Wertschätzung anders aus und sprechen unterschiedliche Sprachen, wenn es um Liebe geht.

Um dem anderen zu zeigen, was für ein wunderbarer und besonderer Mensch er für einen ist, ist es wichtig zu verstehen, wie man selbst Liebe und Wertschätzung ausdrückt und auch welche der 5 Liebessprachen, die des Partners ist.

Schon kleine Anpassungen im alltäglichen Leben machen in einer Beziehung viel aus und können Missverständnisse und kleine Streitigkeiten vermeiden.

Laut Chapman sind Liebessprachen die effektivsten und einfachsten Wege, die Beziehung zu verbessern und seinem Schatz seine Wertschätzung und Liebe zu zeigen. Vielleicht hast du auch Glück und du und dein Partner sprechen die gleiche Sprache der Liebe – es herauszufinden schadet auf keinen Fall.

Aber dabei ist es wichtig zu beachten: Es geht nicht darum, die eigene Sprache ersetzen zu müssen, sondern die Sprache dem Partner oder der Partnerin im Sinne einer optimalen Kommunikation zu vermitteln.

Unabdinglich ist es, zum Partner oder zur Partnerin ehrlich zu sein und dass du und dein Partner einander dabei uneingeschränkte Aufmerksamkeit ohne jegliche Kritik an der bevorzugten Liebessprache des anderen schenken und bereit sind, Anpassungen an deinem Verhalten vorzunehmen.

So lernt man nach und nach gemeinsam eine Liebessprache sprechen. Zeige deinem Partner, was genau das für dich bedeutet!

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