Mindset

Hochstapler Syndrom

Männer aufgepasst: Wie dich das Hochstapler Syndrom am Erfolg hindert

Vielleicht sagt dir der Begriff „Hochstapler-Syndrom“ noch etwas, der in den 1970er Jahren von Forschern geprägt wurde. Mit diesem Syndrom wird ein emotionaler Zustand bezeichnet, sich wie ein Schwindler zu fühlen, der irgendwann auffliegen wird. Die Bezeichnung Syndrom suggeriert bereits, dass es sich hierbei um eine Ansammlung von verschiedenen Symptomen handelt. Diese sehen für gewöhnlich so aus, dass ein Mensch, der unter dem Hochstapler-Syndrom leidet, den Erfolg in seinem Leben als eine Art Fehler ansieht und der subjektiven Meinung ist, dass alle anderen Menschen um ihn herum sehr viel intelligenter seien als er selbst.

Bisher war sich die Wissenschaft nicht darüber einig, ob es sich hierbei um ein typisch weibliches Problem handelt. Mittlerweile ist die Forschung dazu übergegangen, dass das Hochstapler-Syndrom ein Phänomen ist, das auch für Männer immer problematischer wird. Warum dies so ist, erfährst du in diesem Artikel.

Männer haben Angst, ihren Ruf zu verlieren

Tatsächlich konnten Forscher mittlerweile herausfinden, dass Männer mindestens ebenso häufig mit den Auswirkungen des Hochstapler-Syndroms zu kämpfen haben wie Frauen. Bislang waren Männer jedoch deutlich gehemmter, darüber zu sprechen. So gibt eine Forscherin, die sich intensiv mit dem Phänomen des Hochstapler-Syndroms auseinandergesetzt hat, in einem Interview an, dass es in der Praxis so gut wie nie vorkäme, dass Männer über die Auswirkungen des Hochstapler-Syndroms gesprochen hätten. Sei die Umfrage diesbezüglich jedoch anonym gewesen, würden Männer dahingehend genau dieselben Gefühle ausdrücken wie Frauen.

Doch warum ist das eigentlich so? Die Forscherin führt weiter aus, dass Männer stets das Bild des selbstbewussten und starken Mannes vorleben möchten. Entsprechend hätten Männer, die Selbstzweifel aussprechen, Angst davor, ihren Ruf zu riskieren. Dies bezeichnen Psychologen als stereotype Gegenreaktion. Die Angst des Mannes vor sozialer Ächtung, wenn er scheinbar den sozialen Erwartungen nicht gerecht werden kann, sei groß. Um dies zu vermeiden, würden Männer ihre Ängste verstecken und seien dadurch unfähig, sich von diesen Ängsten zu befreien und Hilfe zu suchen.

Auch sehr erfolgreiche Menschen haben mitunter mit Selbstzweifeln zu kämpfen. So gab ein erfolgreicher Autor zu, dass er immer wieder von bestimmten Albträumen verfolgt werde. In diesen Träumen würde ihm eine fremde Person an den Kopf werfen, dass er es nicht verdient habe, jeden Tag schreiben zu dürfen und sich stattdessen einen „anständigen“ Beruf suchen solle. Dieser Albtraum verschonte den Autor auch nicht, als er bereits einige Bücher veröffentlicht hatte, die sogar auf den Bestsellerlisten rangierten.

Wenn die Leistung tatsächlich leidet

Das Hochstaplersyndrom führt jedoch nicht nur zu mentalem Unwohlsein. Indirekt kann es auch zum tatsächlichen Versagen führen. Wenn man sich permanent selbst kritisiere, verliere man irgendwann das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. In der Folge habe man tatsächlich unter Leistungseinbrüchen zu kämpfen, vor allem bei den Dingen, die man gerne mag und für die man sprichwörtlich das richtige Händchen hat.

Nach wie vor gibt es kein Allheilmittel gegen das Hochstapler-Syndrom. Die beste Möglichkeit, um dagegen anzugehen, sei es, sich seiner Gefühle bewusst zu werden und diese zu kommunizieren – vor allem als Mann. Traut man sich als Mann diesen Sprung ins kalte Wasser, wird man erkennen, dass viele andere Personen im eigenen Umfeld genauso fühlen. Stell dich deinen Ängsten also und du wirst sie besiegen können.

Tipp zum Schluss: Solltest du dich einmal wieder wie ein Schwindler auf deiner Arbeit fühlen, stell dir einfach vor, dass sich dein Chef dann und wann wahrscheinlich genauso fühlt. Vielleicht hilft dir dies ja dabei, deine Angst abzulegen und selbstsicher zu handeln, unabhängig davon, welche Aufgabe dich als nächstes erwartet.

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