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Welche Selbstmanagement Methoden gibt es?

Welche Selbstmanagement Methoden gibt es

Selbstmanagement Methoden: Selbstoptimierung ist in unserer Leistungsgesellschaft gerade in aller Munde: Wir wollen schneller, weiter hinaus und haben immer weniger den Eindruck, die Kontrolle über die zur Verfügung stehende Zeit zu haben.

Da hilft nur effizientes Zeitmanagement, richtig? Falsch!

Unser Handeln selbst ist es, das wir effektiv für uns zu nutzen lernen müssen, weil wir nicht unserem Leben mehr Zeit, aber unserer Zeit mehr Leben geben wollen.

In diesem Beitrag erfährst du alles über Zeitmanagement und Selbstmanagement:

  • Was ist der Unterschied zwischen Zeitmanagement und Selbstmanagement
  • Warum ist Selbstmanagement wichtig?
  • Wie verbessere ich mein Selbstmanagement?
  • Welche Selbstmanagement-Methoden gibt es?
  • Was ist die Selbstmanagement-Definition
  • Was ist die beste Organisationsapp oder Selbstmanagement App
  • Welche Selbstmanagement-Übungen gibt es?
  • Was sind Selbstmanagements Beispiele im Alltag
  • Welches Selbstmanagement Buch ist empfehlenswert
  • Was ist High Performance, beziehungsweise High Performance Coaching?

Was ist der Unterschied zwischen Zeitmanagement und Selbstmanagement?

Ganz einfach: Du gibst dich einer Illusion hin, wenn du glaubst, die Geschwindigkeit der Zeit beeinflussen zu können. Was du aber wirklich in der Hand hast, ist, wie du die dir zur Verfügung stehende Zeit nutzt.

Hier kommt gutes Selbstmanagement ins Spiel, das dir hilft, all das, was dir wichtig ist, unter einen Hut zu bekommen, ohne die Fähigkeit entwickeln zu müssen, die Zeit einzufrieren.

Mit ein paar Tipps und Methoden ist das durchaus mach bar- du wirst sehen.

Warum ist Selbstmanagement wichtig?

Warum ist Selbstmanagement wichtig

Um zu verstehen, wozu Selbstmanagement nötig ist, bedarf es erst einmal einer

Selbstmanagement Definition:

Es ist die Kompetenz, sein berufliches und persönliches Wachstum von äußeren Umständen weitestgehend unbeeinflusst voranzutreiben. Es geht darum, zu lernen, wie man mit Herausforderungen bestmöglich umgeht, verschiedene Problemstellungen angeht und eigene Ressourcen einsetzt.

Durch diese Fähigkeit bist du in der Lage, auftretende Probleme effizienter und mit besserem Outcome zu überwinden.

Klingt erstrebenswert, findest du nicht?

Wie verbessere ich mein Selbstmanagement?

Um das eigene Selbstmanagement zu verbessern, bieten sich zahlreiche Methoden an, die in ihrem Kern dasselbe anstreben:

Du sollst durch ihre Anwendung in der Lage sein:

  • dich besser zu organisieren
  • dir einen Überblick über deine Aufgaben zu verschaffen
  • vorausschauend die Erledigung der To-dos planen zu können
  • wichtige von unwichtigen Dingen zu unterscheiden und die Dringlichkeit der Erledigung daran anzupassen

Das hat den Effekt, dass du in der zur Verfügung stehenden Zeit mehr Aufgaben erledigt bekommst und dadurch über den Tag hinweg motiviert bleibst.

Welche Selbstmanagement Methoden gibt es?

Welche Selbstmanagement Methoden gibt es

Methoden zur Verbesserung des Selbstmanagements gibt es, wie Sand am Meer.

Das entscheidende dabei ist aber, dass du nur mit jenen Techniken arbeitest, die zu deiner Persönlichkeit und deinem individuellen Leben passen.

Willst du Selbstmanagement lernen, ist es hilfreich, dir in einem ersten Schritt einen Überblick über die verschiedenen Techniken zu verschaffen, um dann die für dich umsetzbaren auswählen zu können.

Hier findest du eine Auswahl von 5 sehr bekannte Modellen:

  • Die ABC-Methode
  • Eisenhower-Methode
  • Die SMART-Methode
  • Die Alpen-Methode
  • Parkinsonsches Gesetz:

Die ABC-Methode:

Hier geht es darum, die Dringlich- und Wichtigkeit deiner To-dos aufzuschlüsseln.

Hast du dir einen Überblick verschafft, welche Aufgaben und Events anstehen, geht es im nächsten Schritt darum, jeder der Aufgaben für sich einen Wichtigkeitsgrad zuzuordnen.

Drängt die Zeit für eine Aufgabe und sie ist dir darüber hinaus auch noch sehr wichtig, vergibst du ein „A“.

Kannst du dir mit der Erledigung etwas mehr Zeit lassen, oder ist es nicht unbedingt notwendig, dass die Aufgabe erledigt wird, ist das ein „B“.

Wenn das Anstehende weder zeitlich sehr dringend, noch von besonderer Relevanz für dein weiteres Leben ist, betitelst du es mit „C“, was bedeutet, dass es nur dann erledigt wird, wenn du nach Erledigung der übrigen Tasks, noch Zeit und Ressourcen übrig hast.

Eisenhower-Methode:

Nach einer sehr ähnlichen Methode verfährt die Eisenhower-Matrix.

Hier werden die Aufgaben ebenfalls nach Wichtigkeit und Dringlichkeit kategorisiert.

Der Unterschied besteht darin, dass du hier mit einer Matrix arbeitest und davon ausgegangen wird, dass du nicht alles selbst machen musst.

Ist es dringend und für dich persönlich wichtig, musst du es schnellstmöglich selber machen. Ist es zwar dringend, aber nicht derart wichtig für dich persönlich: delegiere es.

Hat eine wichtige Aufgabe keine große Dringlichkeit, setz einen Termin für ihre Erledigung an. Ist sie weder wichtig noch dringend, kannst du sie ganz vergessen.

Die SMART-Methode:

Hierbei handelt es sich um eine Technik, die dir helfen kann, bessere Ziele zu formulieren. Smarte Ziele sind:

  • S: Sinnvoll
  • M: Messbar
  • A: Attraktiv
  • R: Realistisch
  • T: Terminierbar

Diese Faktoren führen nämlich dazu, dass du konsequent an der Verfolgung eines Zieles festhalten kannst, ohne die Motivation zu verlieren.

Die ALPEN-Methode:

Die Alpen-Methode kombiniert viele Teilbereiche erfolgreichen Selbstmanagements. Das Vorgehen besteht aus den Schritten:

  • Aufgaben aufschreiben
  • Länge einschätzen
  • Puffer-Zeiten einplanen
  • Entscheidungen priorisieren
  • Nachkontrollieren.

Essenziell ist auch, dass du maximal 60 % der Arbeitszeit verplanst und somit ausreichend zeitliche Reserven hast, falls ein unvorhergesehenes Problem eintritt.

Diese Methode gelingt dir vielleicht nicht gleich von Anfang an, aber wie du bereits vermutet haben wirst, wird eine effiziente Arbeitsweise niemandem geschenkt. 

Selbstmanagement muss man lernen.

Parkinsonsches Gesetz:

Zuletzt sei hier noch ein Ansatz vorgestellt, der weniger eine Methode, als mehr eine Erkenntnis darstellt.

Dieses Modell besagt, dass die Zeit, die du in eine Aufgabe investierst, mit der Zeit, die dir zur Verfügung steht, steigt.

Pressiert die Erledigung also, wirst du auch weniger Zeit dafür brauchen, als wenn beispielsweise der Abgabetermin einer Arbeit noch viele Wochen entfernt ist. Diesen Mechanismus zu erkennen kann dir helfen, mehr Disziplin aufzubauen, da es dein Handeln vorhersehbar macht.

Wie integriere ich Selbstmanagement im Alltag?

Selbstmanagement im Alltag

Im Alltag ergeben sich zahlreiche Situationen, die zugleich optimale Selbstmanagement Übungen darstellen.

Anstatt in ineffiziente Muster zurückzufallen und eine neue Aufgabe entweder aufzuschieben, bis es unausweichlich zu Stress kommt, oder sie überhastet, ohne System zu beginnen, bietet jede neue Herausforderung die Möglichkeit, dich in Selbstmanagement zu üben. 

Selbstmanagement Beispiele im Alltag können so unter anderem auch die Vereinbarkeit von beruflichen Verpflichtungen und sozialen Bedürfnissen oder privaten Vereinbarungen sein.

In diesem Kontext kann zum Beispiel die Arbeit im Home-Office eine hohe Anforderung an dein Selbstmanagement stellen, wenn du mit freier Zeiteinteilung arbeitest.

Es braucht dann ein hohes Maß an Selbstdisziplin, um dem Leitsatz „Erst die Arbeit und dann das Vergnügen“ zu folgen.

Doch darin, besteht die Kunst des Selbstmanagements häufig, denn wer sich einmal dem Vergnügen hingegeben hat, hat später oft keine Lust mehr, produktiv zu werden.

Was ist die beste Organisationsapp?

Welches Tools und welche Selbstmanagement-App dich am optimalen in Sachen Selbstmanagement unterstützen können, ist sehr von deinem Charakter abhängig.

Es zeigt sich aber ein Trend in Richtung von Apps, die das Erstellen von strukturierten To-do-Listen ermöglichen.

Liste der besten Organisationsapps:

  • Todoist
  • Getting Things Done
  • Asana

Todoist

Gerade in Arbeitsteams bieten sich auch Apps an, die das Teilen von Aufgaben übersichtlich gestalten, wie die App „Todoist„.

Praktisch ist hierbei auch die Funktion, dass sich die Task-Liste mit dem Gmail-Programm verknüpfen lässt.

Andere Möglichkeiten für Selbstmanagement Apps sind zum Beispiel „Getting Things Done“ und „Asana„.

Sieh dich am besten einfach einmal im Internet um, durch welche Form du dich am besten unterstützt fühlst.

Es kann auch sein, dass du eher der Typ für analoges Listenschreiben, beziehungsweise Journaling bist.

Brauchst du noch zusätzliche Anregungen, sei dir hier das Selbstmanagement-Buch: „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ von David Allen empfohlen, in welchem die Integration von Selbstmanagement in den Alltag anschaulich und einfühlsam beschrieben wird.

Was ist High Performance?

Im Zusammenhang mit der Optimierung des Selbstmanagements kommt häufig „High Performance Coaching“ zur Sprache.

Dieses soll dabei helfen, die eigenen Ressourcen so gezielt einzusetzen, dass du auf deinem höchsten Leistungsniveau performen kannst.

Im Grunde sieht es also nicht vor, dass du Charakterzüge ändern oder neue Fertigkeiten erwerben musst. Vielmehr soll an vorhandene Talente angeknüpft werden, damit du dein „highest self“ zur Erledigung deiner Aufgaben einsetzen kannst.

Werde der Manager deines eigenen Lebens

Die Liste an Methoden und Tools, mit denen du mehr Selbstmanagement in dein Leben integrieren kannst, ist unerschöpflich.

Wichtig bei der Auswahl ist, dass du dich selber kennst und um deine Schwächen und Stärken weißt, zugleich aber auch offen bist und unbekanntem neugierig eine Chance gibst.

Selbstmanagement ist letztlich kein Zustand, sondern ein Prozess in permanenter Entwicklung.

Betrachte dich selbst als das, was du tatsächlich auch bist, das wichtigste Projekt deines Lebens!

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