YouTube Anzeigenformate

Videos sind einer der großen Trends im Online-Marketing. Egal, welche Branche und Unternehmensgröße – bewegte Bilder sorgen für messbar mehr Aufmerksamkeit bei Deiner Zielgruppe.

Dadurch stellst Du Dir vermutlich auch die Frage, wie Du die Beliebtheit von Videos strategisch für Dein Marketing nutzen kannst.

Was gibt es für Werbeformen? Von welchen Vorteilen profitiert Dein Unternehmen, wenn Du Videoanzeigen auf YouTube schaltest?

YouTube Anzeigen: Was gibt es für Werbeformen?

Wenn Du zielgerichtet auf YouTube werben möchtest, genießt Du eine große Auswahl an. Hierzu zählen

  • überspringbare In-Stream Videoanzeigen
  • nicht überspringbare In-Stream Videoanzeigen,
  • In-Feed Videoanzeigen
  • Bumper Ads

sowie noch einige speziellere Formen mehr.

Bevor Du Dich für eins dieser Formate entscheidest, solltest Du jedoch die Unterschiede der jeweiligen Ads kennen.

Für welches YouTube Anzeigenformat Du Dich entscheiden solltest, hängt schließlich von deinem Kampagnenziel ab und davon, mit welchem Anzeigen Du dieses erreichst.

YouTube Videoanzeigen einfach erklärt – das sind die Unterschiede

YouTube Videoanzeigen einfach erklärt

Schauen wir uns zunächst die unterschiedlichen Werbeformen für YouTube Ads mal etwas genauer an. Wir wollen dazu die 4 relevantesten unterscheiden, die oben bereits erwähnt wurden:

Überspringbare In-Stream Ads

Überspringbare In-Stream Videoanzeigen können vom Nutzer nach 5 Sekunden übersprungen werden. Sie werden vor, während oder nach einem Video abgespielt.

Begleitet werden diese Anzeigen von einem kleinen Werbebanner ganz oben in der rechten Spalte neben dem Video, das gerade abgespielt wird.

Dieser Werbebanner bleibt übrigens eingeblendet, selbst wenn die Videoanzeige nach 5 Sekunden übersprungen wird.

Überspringbare In-Stream Ads

Als Gebotsstrategie (und damit Art der Bezahlung) stehen dem Werbetreibenden verschiedene Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung, wie z. B. ein maximaler CPV oder auch “Conversions maximieren”. 

CPV steht für Cost-per-View, also Kosten pro Aufruf. Ein Aufruf wird bei YouTube gezählt, wenn sich jemand mindestens 30 Sekunden des Videos angesehen hat (bei kürzeren Videos vollständig) oder vorher interagiert (d. h. in der Regel geklickt) hat.

Schaut also jemand das Video 20 Sekunden und klickt dann auf „Überspringen“, so bezahlst Du als Werbetreibender nichts! Diese Gebotsstrategie ist geeignet für Markenbekanntheit und Reichweite, also eher Branding Kampagnen.

Bei „Conversions maximieren“ wird pro Impression bezahlt, nicht pro Aufruf.

Kosten werden also sofort fällig. Jedoch ist diese Gebotsstrategie ratsam, wenn es um harte Performance der Kampagne geht, also um Leads oder Sales (Umsatz).

In diesem Artikel (inkl. YouTube Video) findest Du mehr Informationen über eine weit verbreitete und oft wiederholte Falschinformation in Bezug auf die Frage, wann genau Du für YouTube Werbung bezahlen musst.

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Nicht überspringbare In-Stream Ads

Auch die nicht überspringbaren In-Stream Videoanzeigen können vor, während oder nach einem Video abgespielt werden. Doch, Überraschung: Diese Videoanzeigen können im Gegensatz zu den überspringbaren In-Stream Ads nicht übersprungen werden.

Dafür dürfen diese Ads aber auch nur maximal 15 Sekunden lang sein.

Als Gebotsstrategie steht hier ausschließlich der Ziel-CPM zur Verfügung. CPM steht für Cost-per-Million, zu Deutsch etwa Tausenderkontaktpreis (TKP).

Der Werbetreibende legt also fest, was ihm im Durchschnitt das Erreichen von 1.000 Impressionen wert ist. Dieses Anzeigenformat ist daher interessant für Markenbekanntheit & Reichweite als Kampagnenziel.

Bumper Ads

Als Kurzform der ohnehin schon auf 15 Sekunden begrenzten, nicht überspringbaren In-Stream Ads kommen die Bumper Anzeigen daher. Sie können ebenfalls nicht übersprungen werden, dürfen aber dabei sogar nur 6 Sekunden lang sein. 

Auch hier erfolgt die Bezahlung nach Impressionen, also Ziel-CPM (= TKP).

In-Feed Ads

In-Feed Videoanzeigen werden nicht vor, während oder nach einem Video direkt im Video eingeblendet, sondern im „Feed“.

Der Feed wird hier definiert durch z. B. die Suchergebnis-Seite, wenn jemand bei YouTube ein Keyword eingegeben hat. Aber auch Platzierungen im Bereich „ähnliche Videos“ oder gar auf der Startseite von YouTube Mobile sind möglich.

YouTube In-Feed Ads

Auch wenn bei diesem Anzeigenformat Videos beworben werden, werden diese nicht direkt abspielbar eingebunden. Vielmehr erscheint nur das Video-Thumbnail sowie Titel des Videos und maximal 2 Textzeilen (mit begrenzten Zeichen). 

Bezahlen muss der Werbetreibende immer nur dann, wenn jemand auf das Thumbnail oder den Video-Titel klickt und so die Video-Wiedergabeseite aufgerufen wird.

Daher steht als Gebotsstrategie auch nur CPC zur Verfügung.

CPC steht für Cost-per-Click, also dafür, was der Werbetreibende im Schnitt für einen solchen Klick bereit ist zu bezahlen. Damit eignet sich dieses Format gut, um die Produkt- & Markenkaufbereitschaft zu steigern.

Hier noch eine Übersicht über die besprochenen Anzeigenformate, die Gebotsstrategien und Kampagnenziele, die damit erreicht werden können:

Anzeigenformate, die Gebotsstrategien und Kampagnenziele

Kosten und Nutzen gegengerechnet: Wie effektiv ist Werbung auf YouTube?

Die Frage nach den verfügbaren Videoanzeigen auf YouTube verdeutlicht es: Hier gibt es für Unternehmen diverse Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit zielgerichtet zu erhöhen oder sogar die Performance in Sachen Leads und Verkäufen zu steigern.

Doch wie effektiv ist Werbung auf YouTube?

Bedenke, dass es auf diese Frage keine pauschale Antwort geben kann. Es kommt auf viele verschiedene Faktoren an.

  • Was möchtest Du mit Deinen Videoanzeigen erreichen?
  • Woran genau misst Du also den Kampagnenerfolg?

Natürlich spielt aber auch die Umsetzung Deiner Kampagnen und die exakte Definition Deiner Zielgruppe eine Rolle, die über die Effektivität von Werbung auf YouTube entscheidet.

Daher lässt sich nicht allgemeingültig sagen, wie erfolgreich Deine Werbekampagnen auf YouTube sein werden. Jedoch kannst Du von Erfahrungswerten anderer Unternehmen profitieren.

Sie zeigen durchaus, dass YouTube-Werbung zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Einer der größten Pluspunkte ist dabei das Steigern Deiner Markenbekanntheit.

Je nach Werbeformat verzeichnen Firmen jedoch auch messbar mehr Zugriffe auf die eigene Website, mehr Leads im Newsletter-Verteiler oder schlicht eine deutlich höhere Anzahl an Subscribern für den eigenen YouTube-Channel.

Überlege Dir daher also vor dem Schalten Deiner YouTube-Werbung, welche Ziele Du damit erreichen möchtest. Anschließend kannst Du Deine Strategie und die Umsetzung entsprechend optimieren.

Hierfür nutzt Du am besten die Analysewerkzeuge der Google Ads Plattform selbst. Doch auch kritische Augenpaare von erfahrenen Google Ads Experten (ob firmenintern oder von extern) können nicht schaden. 😉

Vorteile der YouTube-Werbung für Unternehmen

Vorteile der YouTube-Werbung

YouTube ist die größte Videoplattform weltweit. Zugleich handelt es sich dabei um die zweitgrößte Suchmaschine rund um den Globus.

Klar ist somit: Hier befinden sich zahlreiche Menschen, die sich für Dein Angebot interessieren könnten. 

Zusätzlich steigen die Userzahlen auf YouTube mit jedem Jahr an. Dadurch profitierst Du als Unternehmer von einer potenziell großen Reichweite für Deine Inhalte.

Jedoch stellt die hohe weltweite Awareness nur einen der Vorteile dar, der Dir durchdachtes YouTube-Marketing bietet.

Schließlich kann diese Plattform noch mehr. Dazu zählt auch das exakte Targeting Deiner Zielgruppe. Du kannst also genau bestimmen, wer Deine Videoanzeigen ansehen wird.

Das ist ein großer Vorteil, da diese Funktion Streuverluste minimiert und für deutlich wärmere Leads bei schlanken Kosten sorgt.

Im Vergleich zu anderen Marketing-Formaten ist das Umsetzen von Ad-Kampagnen über YouTube also sehr zielgerichtet möglich. Du behältst dabei Dein Budget einfach im Blick und hast jederzeit die Kontrolle über Deine Ausgaben.

Möchtest Du zum Beispiel Deine Markenbekanntheit steigern, wird auf CPM-Basis abgerechnet. Du bezahlst also pro Tausend Impressionen, den TKP.

Sollen Deine Ads hingegen die Kaufbereitschaft erhöhen, wird eine Ausgabe nur bei einem aktiven Aufruf Deiner Anzeige fällig. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten TrueView (also einen „echten Aufruf“ – die Definition, wann YouTube einen solchen Aufruf zählt, findest Du weiter oben in diesem Artikel).

Es fallen bei Videoanzeigen also nur dann Kosten an, wenn Deine Ads entweder

  • abspielt (überspringbare In-Stream Ad mit Gebotsstrategie von z. B. „Conversions maximieren“) oder
  • angeklickt wird (In-Feed Anzeigen) oder
  • mindestens 30 Sekunden lang angesehen wird (bei kürzeren Videos vollständig) oder mit dem Video interagiert wird (überspringbare In-Stream Ad mit Gebotsstrategie CPV)

Weil Videoanzeigen für eine nachhaltig erhöhte Aufmerksamkeit sorgen

Egal, ob Du Dich für das Werben über überspringbare oder nicht überspringbare In-Stream Videoanzeigen, Bumper Ads oder In-Feed Anzeigen bei YouTube entscheidest – auf der Videoplattform wartet viel Potenzial für eine hohe Sichtbarkeit und starke Performance auf Dich. 

Dennoch ist es nicht ratsam, Deine Werbekampagnen kopflos zu gestalten.

Erstelle Dir also zu Beginn einen Plan mit den von Dir gewünschten Marketing-Zielen, die Du innerhalb eines bestimmten Zeitraums dank YouTube erreichen möchtest. 

Bedenke dabei, dass Google langsam lernt, aber dafür nachhaltig. Gib Deinen Kampagnen von daher mindestens 3 Monate Zeit bevor Du über die Performance urteilst.

Starte nur, wenn Du das Budget für diese 3 Monate aufbringen kannst und willst. Wir empfehlen mindestens 100–200 € pro Tag (ja, das sind 3.000 bis 6.000 € pro Monat) an Werbebudget, damit der Google Algorithmus im Verlauf dieser 3 Monate wirklich effektiv lernen kann.

>>Was ist digitales Storytelling? 50 inspirierende Ideen, Beispiele & Aufbau <<

Natürlich kannst Du jedoch auch mit weniger Budget starten. Denn Du bestimmst das Budget!

Nicht unsere Empfehlung und auch nicht Google / YouTube! Je nach Branche kannst Du über YouTube bereits mit wenigen hundert Euro nachhaltige Erfolge im Bereich von z. B. der Markenbekanntheit erzielen.

Dadurch wird klar, warum sich Ads auf der Videoplattform einer konstant hohen Beliebtheit erfreuen. 

Nutze auch Du das Potenzial der bewegten Bilder für Dein Unternehmen! Starten kannst Du beispielsweise mit dieser Anleitung (inkl. Video).

Über den Autor:

Gordon Kuckluck Google & YouTube Ads Experte, Adsvantage

Gordon Kuckluck ist Google & YouTube Ads Experte und Gründer der Google Ads Agentur AdsVantage.

Er ist seit über 12 Jahren Online-Marketer und seit über 5 Jahren Experte für Paid Advertising.

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