Körpersprache deuten - Was ist Körpersprache Gestik, Mimik

Körpersprache ist eine universale Sprache, die von jedem Menschen gesprochen und verstanden wird. Teils geschieht dies bewusst und geplant, teils jedoch auch vollkommen unbewusst.

Wir können zwar entscheiden, welche Worte wir aussprechen, doch unsere Körpersprache können wir niemals abstellen oder vollständig kontrollieren.

Wer lernt, Körpersprache zu deuten, ist in der Lage, tief in das Innere seiner Mitmenschen zu blicken.

Was ist Körpersprache?

Was ist Körpersprache

Unter Körpersprache versteht man bewusste und unbewusste Signale des Körpers, die Aufschluss über die Absichten oder den Gefühlszustand eines Menschen geben.

Das bedeutet, dass alles, was ein Mensch macht, Teil seiner Körpersprache ist.

Nicht nur mit jedem Wort, welches wir äußern, sondern auch mit jeder Bewegung unseres Körpers und jeder Regung unseres Gesichts kommunizieren wir mit unserer Außenwelt.

Dabei spielt keine Rolle, ob dies bewusst oder unbewusst geschieht. Jede Bewegung, die ein Mensch ausführt, ist Teil seiner Körpersprache.

Welche Bestandteile umfasst die Körpersprache?

Körpersprache umfasst alle bewusst oder unbewusst gesendeten Signale des Körpers, die Aufschluss über innere Zustände geben.

Dazu zählen sämtliche nonverbale Äußerungen der Mimik, Gestik, aber auch die Körperhaltung und die Bewegung und sogar die Stimmlage und das Sprechtempo.

Was ist der Unterschied zwischen Mimik und Gestik?

Was ist der Unterschied Mimik Gestik

Mimik

Zur Mimik gehören alle Regungen des Gesichts. Zu den mimischen Signalen gehören beispielsweise das Lächeln, das Zusammenziehen der Augenbrauen oder das Rümpfen der Nase.

Besonders die Augen geben Aufschluss über die Emotionen eines Menschen. Mund und Gesichtszüge verstärken diese Signale lediglich.

Gestik

Die Gestik hingegen umfasst alle bewussten und unbewussten Bewegungen der Arme, der Beine und des Kopfes.

Gesten dienen häufig zur Ergänzung und Unterstreichung verbaler Äußerungen oder zum Ausdruck von Gefühlen. Zur Gestik gehört jedoch auch die Stellung, also wie ein Mensch sitzt oder steht.

Die Gestik ist also eng mit der Körperhaltung und der Bewegung des gesamten Körpers verbunden.

Die Körperhaltung spiegelt die innere Haltung eines Menschen wider. Während eine aufrechte Haltung Selbstbewusstsein signalisiert, bedeuten hängende Schultern beispielsweise Traurigkeit oder Mutlosigkeit.

Die Bewegung ist untrennbar mit der Körperhaltung verbunden. Menschen, die über eine aufrechte Körperhaltung verfügen, bewegen sich meist sicher und fließend.

Was gehört zur Körpersprache?

Neben der Unterscheidung in Gestik, Mimik, Bewegung und Körperhaltung kann in bewusste und unbewusste Körpersprache unterschieden werden.

Unbewusste Körpersprache wie beispielsweise Augenverdrehen oder ein genervter Gesichtsausdruck verraten sofort über die Gefühle eines Menschen, selbst wenn sie nur für einen kurzen Moment andauern.

Nonverbale Signale können unbewusst gesendet, aber auch unbewusst gelesen werden.

Bewusste Körpersprache hingegen ist antrainiert und stark vom kulturellen Umfeld geprägt. Sie wird eingesetzt, um bestimmte Botschaften zu vermitteln oder eine Aussage zu untermauern.

Beispiele dafür sind ein erhobener Daumen als Zeichen der Zustimmung oder ein erhobener Zeigefinger als Zeichen der Vorsicht. Da bewusste Körpersprache stets im kulturellen Kontext gelesen wird, ist hierbei jedoch Vorsicht geboten.

Eine Handgeste kann in verschiedenen Kulturkreisen nämlich unterschiedliche Zuschreibungen und Bedeutungen haben.

Welche Merkmale gehören zur Körpersprache?

Merkmale Körpersprache

Zur Körpersprache gehören alle Merkmale, die Aufschluss über das Innenleben eines Menschen geben.

Anhand von Mimik, Gestik, Körperhaltung und Bewegung lassen sich die Gefühle eines Menschen in Erfahrung bringen, selbst, wenn er diese nicht bewusst kommuniziert.

Es gibt sieben Grundemotionen, die man meist besonders an der Mimik erkennen kann. Dazu gehören Freude, Wut, Angst, Trauer, Ekel, Überraschung und Verachtung.

All diese Emotionen lassen sich an den Gesichtszügen, den Mundbewegungen und vor allem an den Augen erkennen.

Gesten, Haltung und Bewegungen unterstreichen meist das, was das Gesicht aussagt. Aus diesem Grund ist der Ausdruck der Augen das wohl wichtigste Merkmal der Körpersprache.

Um Körpersprache zu deuten, reicht meist ein aufmerksamer, tiefer Blick in die Augen deines Gegenübers.

Welche nonverbalen Ausdrucksformen gibt es?

Unter nonverbaler Kommunikation versteht man jegliche Form der Kommunikation, die nicht verbal erfolgt.

Das bedeutet, dass sie weder über Lautsprache, noch über Schriftsprache oder Gebärdensprache erfolgt. Nonverbale Ausdrucksformen umfassen die Körpersprache, gehen jedoch noch weiter.

Dazu gehören beispielsweise die Verwendung von Zeichen und Symbolen zur Kommunikation, aber auch die Gestaltung des Erscheinungsbildes über Kleidung und Frisur.

Sogar die Wohnungseinrichtung ist eine nonverbale Ausdrucksform, da auch sie ein bestimmtes Lebensgefühl oder die Zugehörigkeit zu einer Gruppe zum Ausdruck bringt.

Nonverbale Äußerungen umfassen jedes nichtsprachliche Verhalten, welches Auskunft über den inneren Zustand eines Lebewesens gibt.

Was sagt meine Körpersprache über mich aus?

Was sagt meine Körpersprache über mich aus

Deine Körpersprache verrät deinen Mitmenschen immer und überall, wie du dich gerade fühlst.

Du kannst dich zwar dafür entscheiden, verbal zu schweigen oder zu lügen – doch deine Körpersprache kannst du nicht abstellen und auch nicht verstellen.

Mimik, Gestik, Körperhaltung und Bewegungen, aber auch Stimmlage und Sprechtempo verraten deinem Gegenüber stets, wie dein Innenleben im jeweiligen Moment aussieht.

Selbstverständlich ist nicht jeder Mensch in der Lage, deine Körpersprache bewusst zu analysieren, doch jeder Mensch ist dazu fähig, Körpersprache unbewusst zu verstehen.

So signalisiert das Vermeiden des Blickkontakts beispielsweise automatisch Desinteresse oder Unsicherheit, wohingegen häufiger Blickkontakt Respekt, Sympathie und Selbstbewusstsein signalisiert.

Jedes deiner Körperteile sendet ununterbrochen Signale an die Außenwelt und es ist unmöglich, diese vollständig zu kontrollieren.

Was sagt die Haltung der Hände aus?

Die Körpersprache der Hände und verrät viel über die Gefühle und Gedanken des Gegenübers.

Da die Hände eine Schutzfunktion haben, kann das Armeverschränken beispielsweise darauf hindeuten, dass eine Person sich unsicher fühlt.

Wenn jemand seine Hand vor den Mund legt, kann dies darauf hindeuten, dass er seine Aussage bereut. Gespreizte Ellenbogen haben häufig eine bedrohliche Wirkung, da sie theoretisch als Waffe gebraucht werden könnten.

Wenn jemand die Hände in die Taschen steckt, deutet dies auf Desinteresse hin. Jede Handbewegung hat eine Bedeutung, die sich jedoch nur innerhalb des Kontexts genau analysieren lässt.

Um Handhaltungen richtig zu analysieren, solltest du auch auf die Mimik und die Körperhaltung deines Gegenübers achten.

In der Handhaltung hat jeder Finger eine eigene Bedeutung:

  • Der Daumen ermöglicht, Dinge zu greifen und symbolisiert Macht. Der erhobene Daumen signalisiert Zuversicht
  • Der Zeigefinger signalisiert die Wünsche. Der ausgestreckte Zeigefinger wird häufig auf ein Objekt des Begehrens gerichtet
  • Der Mittelfinger beschreibt das Selbstwertgefühl. Der erhobene Mittelfinger signalisiert eine Verletzung des Selbstwertgefühls
  • Der Ringfinger ist der Finger des Gefühls. Das Reiben des Ringfingers signalisiert Unsicherheit oder emotionalen Druck
  • Der abgespreizte kleine Finger ist ein Zeichen von Hochmut und Eitelkeit

Welche Körpersprache signalisiert eher Unsicherheit?

Einige körpersprachliche Äußerungen signalisieren Unsicherheit und deuten somit auf ein niedriges Selbstwertgefühl hin.

Dazu gehören beispielsweise folgende Körpersignale:

  • unruhiger Blickkontakt oder Vermeiden von Blickkontakt
  • verschränkte Arme
  • vor der Brust gefaltete Hände
  • leises, undeutliches Sprechen
  • nach vorne fallende Schultern
  • unruhiger Stand
  • schneller, häufiger Lidschlag
  • schräge Kopfhaltung
  • schmale Fußstellung
  • Umklammerung eines Gegenstands
  • Umklammerung des Körpers

Was signalisiert Hände reiben?

Die Bedeutung des Reibens der Hände hängt meist von der Dauer des Vorgangs ab.

Wenn jemand seine Hände für einen kurzen Moment reibt, kann dies darauf hindeuten, dass er aufgeregt ist und beispielsweise vorhat, eine besonders spannende Ankündigung zu machen.

Das längere Reiben der Hände kann jedoch Unruhe und Unsicherheit signalisieren.

Was bedeutet es wenn man sich immer an die Nase fasst?

Wenn jemand sich beim Reden häufig an die Nase fasst, deutet dies auf Unsicherheit und innere Unruhe hin.

Dies kann beispielsweise daran liegen, dass diese Person unwahre Aussagen macht und Angst hat, entlarvt zu werden. Alternativ kann diese Geste jedoch auch bedeuten, dass jemand etwas hört, was er lieber nicht hören würde oder gerne etwas sagen würde, sich aber nicht traut.

Allgemein ist diese Geste jedoch eher mit unangenehmen Gefühlen und Unruhe verbunden.

Warum ist Körpersprache wichtig?

Körpersprache wichtig

Körpersprache ist wichtig, da diese niemals lügen oder schweigen kann. Deine Körpersprache verrät deinem Gegenüber unmittelbar, wie du dich fühlst, wer du denkst und wer du bist.

Es ist vor allem die nonverbale Kommunikation, welche dir bei der Begegnung mit einer fremden Person sofort verrät, ob diese dir sympathisch oder unsympathisch ist.

Dies gilt sowohl für Begegnungen im Privatleben, als auch im Berufsleben.

Das körperliche Verhalten lässt sich schwerer kontrollieren und beherrschen als verbale Aussagen. Aus diesem Grund gilt die Körpersprache als authentischer.

Obwohl die Körpersprache sich nicht vollständig kontrollieren lässt, kannst du lernen, deine nonverbale Kommunikation zu verbessern. So kannst du beispielsweise lernen, über die Zeit eine aufrechtere Körperhaltung und einen zufriedeneren Gesichtsausdruck einzunehmen.

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Auf diese Weise kannst du dein Auftreten gegenüber anderen Menschen verbessern und ein gesunderes Selbstbewusstsein entwickeln.

Wie viel Prozent macht die Körpersprache aus?

Viele Psychologen und Verhaltensforscher sind der Ansicht, dass nonverbale Äußerungen 95 Prozent des ersten Eindrucks von einer anderen Person bestimmen.

Dazu gehören neben Gestik, Mimik und Haltung auch das Aussehen und die Kleidung, aber auch die Stimmlage, die Sprechgeschwindigkeit, die Betonung und der Dialekt.

Die verbale Kommunikation, also die gesprochenen Worte der Person, machen demnach nur 5 Prozent des ersten Eindrucks aus.

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