Interview

Pamela Obermaier: „Erfolg braucht eine Sogwirkung, keinen Druck!“

Viele Menschen sind nicht in der Lage, sich persönliche und berufliche Ziele zu setzen, was oftmals der Grund für ihre innere Unzufriedenheit oder das Feststecken im Hamsterrad ist. Die Potenzialentwicklerin Pamela Obermaier hat sich zur Aufgabe gemacht, ihre Kunden dabei zu unterstützen, ihr vorhandenes Potenzial zu entdecken und gewinnbringend einzusetzen.

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Sie unterstützt UnternehmerInnen dabei, ihr volles berufliches Potenzial auszuschöpfen, eine optimale Außenwirkung zu kreieren und ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Die Inhaberin von fünf Firmen ist fünffache Bestsellerautorin – ihr aktuelles Buch „Mein innerer Tyrann, das gemeinsam mit dem bekannten Beziehungscoach Dominik Borde entstanden ist, war auf drei Bestsellerlisten die Nummer eins.

Pamela hat eine eigene Kolumne im Lifestylemagazin „Lust aufs LEBEN“ und schreibt regelmäßig Gastbeiträge für verschiedene Zeitschriften.

Ich hab mich in den vergangenen sieben Jahren als Autorin und Expertin für Erfolg durch Sprachwirkung positioniert und verstehe mich als Potenzialentwicklerin für meine Kunden:

Ich helfe beratend beim Schritt in die Selbstständigkeit, bei der Positionierung und dabei, sichtbar(er) zu werden, halte Inhouse-Trainings und Vorträge zu meinen Kernthemen und bilde LektorInnen, KorrektorInnen und GhostwriterInnen aus.

Vor der Pandemie war ich außerdem regelmäßig als Reisejournalistin im Einsatz.

Pamela Obermaier über die Entfaltung des beruflichen Potenzials

Sie spricht über ihre Methoden im Business-Alltag, die Fehler von UnternehmerInnen und über ihr größtes Erfolgserlebnis
Beschreibe Dich bitte mit drei Wörtern
  • begeisterungsfähig
  • empathisch
  • verlässlich
Welche festen Rituale oder Routinen im Leben hast Du?

Zum Frühstück esse ich so gut wie immer einen Porridge; ich trinke mindestens zwei Liter Wasser am Tag; wenn ich reise und das betreffende Flugzeug gut gelandet ist, danke ich dem Universum dafür.

Ich überlege mir regelmäßig entweder beim Einschlafen oder beim Aufwachen, wofür im Leben ich dankbar bin.

Erzähle uns von Deiner Arbeit und womit genau Du das Leben der Menschen bereicherst/besser machst.

Pamela Obermaier: Ich unterstütze meine Kundinnen und Kunden bei der Entfaltung ihrer beruflichen Potenziale, damit sie ihre Erfolgsbilanz durch eine optimierte innere Einstellung und eine ebensolche Außenwirkung steigern können. 

Als Potenzialentwicklerin nehme ich eine Mentorinnenrolle ein und erarbeite mit meiner Kundschaft für sie passende Erfolgsstrategien, begleite im Prozess des Angestelltenverhältnisses zur Selbstständigkeit bzw. beim Start ins eigene Business und biete Medien- und Auftrittstraining sowie Projekt- und Autorenberatung an.

Da ich als Expertin für Erfolg durch Sprachwirkung zudem Inhaberin einer Textagentur und einer Ghostwriting-Agentur bin, kann ich ein Rundum-sorglos-Paket bereitstellen, was sämtliche Business-Texte von der Website bis zum Expertenbuch betrifft.

Alles aus einer Hand zu bekommen ist es auch, was meine Kunden besonders an der Zusammenarbeit mit mir schätzen.

Wenn das, was Du tust, Deine Berufung ist, wie bist Du dazu gekommen?

Pamela Obermaier: Im Vor- und Nachwort meines Buches „Das Prinzip der Mühelosigkeit“ erzähle ich offen wie nie von meinem Werdegang – und davon, dass auch ich nicht als Glückskind auf die Welt gekommen bin, sondern erst mit der Zeit gelernt habe, Chancen als solche zu erkennen und zu ergreifen, aus sogenannten Niederlagen Kraft und Motivation zu schöpfen und ein gewisses Urvertrauen ins Leben zu haben.

Pamela Obermaier über ihr schönstes Erlebnis, Business-Methoden und häufige Fehler von UnternehmerInnen

Pamela Obermaier Potenzialentfalterin

Foto: Tamara Wassermann

Möchtest Du uns Dein schönstes Erlebnis  vorstellen? Was genau hat dich berührt und motiviert?

Pamela Obermaier: Es berührt mich immer wieder aufs Neue, wenn mir Menschen nach einem Vortrag, einem Training, einer Beratung oder einem kompletten Auftrag ungefragt wertschätzendes und begeistertes Feedback geben.

Die schönste überraschende Bewertung in der jüngsten Zeit findet sich auf ProvenExpert und lautet:

Mag. Pamela Obermaier kommuniziert auf Augenhöhe und mit viel Herz. Sie nimmt sich Zeit, beweist bei allen Fragen und Anliegen höchste Kompetenz, sie ist geduldig, eine gute Zuhörerin und Umsetzerin.

Sie motiviert einen, über sich hinauszuwachsen, sich weiterzuentwickeln und sie hat diese besondere Gabe, Kritik auf liebevolle, herzliche und eine tief ehrliche Art und Weise zu äußern, sodass man sich regelrecht darauf freut, sich mit seinen Mankos auseinanderzusetzen und sich seinen blinden Flecken zu stellen.

Ich bin dankbar, Pamela begegnet zu sein und mit ihr arbeiten zu dürfen, sie ist eine wahre Bereicherung.“

Welche Top-3-Tipps & -Methoden bringen Dir echte Ergebnisse im Business-Alltag oder erleichtern Dir Deine Arbeit am meisten?

1. Meinem Biorhythmus entsprechend leben:

Ich bin eine Nachteule, also starte ich nur in Ausnahmesituationen wie etwa für Auftritte im Frühstücksfernsehen oder Meetings mit Kunden in anderen Zeitzonen vor 8.00 Uhr in den Tag bzw. vor 10.00 Uhr in den Arbeitstag, damit ich in meiner vollen Kraft bin.

2. Regelmäßig Ziele überprüfen und gegebenenfalls neu definieren:

Manchmal hechten Menschen einem Ziel hinterher, das sich vor zwei Jahren sinnvoll angefühlt hat, ohne je zu hinterfragen, ob es heute überhaupt noch stimmig für sie ist.

Darum ist es meiner Erfahrung nach unabdingbar, quartalsweise oder wenigstens halbjährlich eine Bestandaufnahme zu machen, was die eigenen Ziele betrifft.

3. Aufträge von Personen, bei denen mein Bauchgefühl „Vorsicht!“ ruft, nicht annehmen:

In den Anfangsjahren meiner Selbstständigkeit hab ich nicht gewagt, eine Anfrage abzulehnen und bin deshalb in Situationen mit ausnehmend schwierigen Persönlichkeiten gekommen, die ich mir heute ersparen kann, wenn ich meiner Intuition folge.

Das war ein Lernprozess, der nicht immer einfach war („Was, wenn ich mich irre?“, „Was, wenn ich dann nicht genug verdiene?“), mir aber ein Level der Selbstbestimmtheit und Freiheit geschenkt hat, das ich nicht missen möchte.

Was sind die häufigsten Fehler von UnternehmerInnen?

Pamela Obermaier: Der häufigste sofort sichtbare Fehler, den ich in der Business-Welt beobachte, ist, dass viele die Kraft und Macht der Sprache unterschätzen.

Simples Beispiel: Ein Jungunternehmer investiert zwar in die Logoentwicklung, ins Design seiner Website, lässt auch Fotos vom Profi machen, aber denkt sich dann, die Texte könne er ja selbst schreiben.

Das Ergebnis sind nicht nur marketingtechnisch wenig wirkungsvolle Texte, sondern auch auffallend viele Formulierungs-, Grammatik-, Rechtschreib- und Satzzeichenfehler, wodurch er in seiner Außenwirkung an Kompetenz und Professionalität einbüßt und viele potenzielle Kunden verliert, bevor sie sich überhaupt ein Bild von seinen Fähigkeiten machen konnten.

Wir leben in einer Welt, in der wir alle ständig über Zeitmangel klagen. Da nimmt sich also kaum jemand die dafür notwendigen zusätzlichen Minuten, um auf einer Website zu verweilen oder sich einen Instagram-Account weiter anzusehen, wenn der schlechte Text verärgert, Unklarheiten auslöst oder vom Inhalt ablenkt.

Und was die meisten nicht bedenken: Sogar Leuten, die selbst nicht sattelfest sind, was etwa die Rechtschreibung betrifft, fällt es auf, wenn andere viele Fehler machen.

Das ist wie im restlichen Leben: Die Schwächen und Unzulänglichkeiten anderer erkennen wir oft schneller als unsere eigenen.

Möchtest Du uns eine Case-Study eines Deiner Kunden vorstellen? Welches Ergebnis hat er mit Deiner Hilfe erzielt?

Gern: Das Ergebnis ist ein messbar höherer Bekanntheitsgrad aufgrund ihres ersten Buches, das durch die Medien ging und ihr in Folge zahlreiche neue Kunden gebracht hat (und immer noch bringt).

Der Weg dorthin führte zunächst über regelmäßige 1:1-Coachings via Zoom (weil sie in Deutschland lebt und aufgrund der Lockdowns nicht zu mir nach Österreich fliegen konnte), in denen wir zunächst einen Schritt-für-Schritt-Plan herausgearbeitet haben, was als Nächstes zu tun ist, um in die Sichtbarkeit zu gelangen.

Wir haben an ihrem Social-Media-Profil gearbeitet, die Website über den Haufen geworfen und sowohl vom Style her als auch in Bezug auf die Texte neu kreiert (das Webdesign übernehme in solchen Fällen nicht ich, aber ich habe zwei begnadete Grafikerinnen im Team, auf die ich dann verweise), um in einem weiteren Schritt zu erarbeiten, welche ihrer Buchideen das meiste Potenzial hat.

Dann haben wir uns ein Dreivierteljahr mit diesem Projekt beschäftigt und ich hab sie im Schreibprozess begleitet, bis das Manuskript stand.

Ich selbst hab es dann lektoriert und jemand aus meinem Team hat für den Feinschliff das Korrektorat übernommen.

Die Pressemappe entstand auch durch meine sprichwörtliche Feder und als die Medienleute sich daraufhin gemeldet haben, hab ich die betreffende Kundin im Medientraining auf Radio- und TV-Auftritte vorbereitet und die Texte für schriftliche Interviews wie dieses hier verfasst.

Jetzt bekommt sie als Gastautorin in einer Zeitschrift sogar eine eigene Reihe (für die ich ihr als Ghostwriterin zur Seite stehe). Der Erfolg meiner Kunden ist auch mein eigener Erfolg, weshalb ich mich riesig darüber freue!

Was sind die wichtigsten Eigenschaften, um beruflich erfolgreich zu sein?

Aus meiner Sicht geht’s vorrangig um Begeisterungsfähigkeit (für das eigene Thema oder Produkt), einen wertschätzenden Umgang mit Interessenten und Kunden, um eine optimale Selbstorganisation, ein gutes Zeitmanagement, Umsetzungsstärke und Durchhaltevermögen.

Die Basis bildet aber, dass man sich selbst richtig einschätzen kann, also weiß, worin man bereits richtig gut ist bzw. herausragend werden könnte, damit man mit seiner Dienstleistung oder seinem Produkt auch halten kann, was man verspricht.

Welche Person, welcher Mentor oder welches Buch hat Dich in Deinem Leben am meisten beeinflusst?

Mein ehemaliger Deutschlehrer hat mich wohl am meisten geprägt (abgesehen von meinen Eltern freilich).

Er war der Einzige, der wusste, wie er mich im Alter von 17 Jahren davon abhalten konnte, die Schule zu schmeißen: indem er mir anschaulich geschildert hat, was ich mit meinem Talent für Sprache später im Leben alles erreichen könnte, wenn ich mich jetzt kurzzeitig nicht länger auf die Fächer konzentriere, die ich liebe, sondern endlich den Hintern hochkriege und für Mathematik büffle.

Abgesehen davon hat er mich nicht nur in seiner Art, seine eigene Berufung zu leben, inspiriert, sondern auch in jener, wie er sein Leben angegangen ist.

Ich bin heute sogar über seinen Tod hinaus noch mit seiner Witwe befreundet, was ein wirklich schönes Gefühl ist. Lehrer können einfach maßgebliche Weichen stellen.

Ich wünschte, mehr von ihnen wären sich dessen bewusst.

Pamela Obermaier über ihre Erfolge & Misserfolge

Pamela Obermaier Bestsellerautorin

Foto: Tamara Wassermann

Wie sieht Erfolg für Dich persönlich aus und wie war Dein Weg dorthin?

Pamela Obermaier: Erfolg bedeutet für mich die Freiheit, mir meine Zeit komplett frei einzuteilen, das zu tun, was ich am liebsten mache und am besten kann – und gut davon leben zu können.

Meine Definition von Erfolg weicht damit vermutlich ein wenig von der klassischen ab, nach der erst eine bestimmte Summe auf dem Konto symbolisiert, dass man es „geschafft hat“ – wobei ich ebenso wenig zu jenen gehöre, die meinen, Geld wäre unbedeutend oder gar schmutzig.

Geld macht immerhin vieles erst möglich.

Erzähl uns von Deinem bisher größten Erfolgserlebnis!

Hm, da gibt’s mehrere, die besonders toll waren: etwa als mich Ende 2013 ein Redakteur aus Stefan Raabs Team angerufen hat, um mich in dessen damalige Sendung „TV total“ einzuladen, und ich nach der Ausstrahlung meines Auftritts so viele wohlwollende Nachrichten über Facebook und meine Website bekommen habe, wie nie zuvor;

oder als ich voriges Jahr per Zufall erfahren habe, dass ich auf der „ERFOLG“-Liste der 500 wichtigsten Köpfe der Erfolgswelt in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelandet bin;

oder als mein aktuelles Buch heuer zum dritten Mal einen ersten Platz auf einer Bestsellerliste erklommen hat.

Was war bisher Deine größte Niederlage und wie verarbeitest du Misserfolge?

Ehrlich gesagt empfinde ich keines meiner Projekte, das dann nicht so aufgegangen ist, wie ich es geplant hatte, als Misserfolg.

Ja, ich habe vor Jahren gemeinsam mit einem Geschäftspartner einen Verlag gegründet, der dann nicht so gewirtschaftet hat, wie wir es erwartet hatten, weshalb wir ihn wieder geschlossen haben.

Aber trotzdem war das eine spannende Erfahrung und eine mental befruchtende Zusammenarbeit.

Wenn ich auf mein Bauchgefühl höre und sich eine Entscheidung dennoch als Reinfall entpuppt – was mir bei der einen oder anderen Investition so ergangen ist –, fühlt sich das dennoch nicht nach einer Niederlage an, weil es ja auch hätte gutgehen können.

Und wenn ich mich aus Angst vorm Scheitern auf nichts Neues einlassen würde, stünde ich heute nicht da, wo ich bin.

Anders gesagt: Wenn, dann bereue ich lieber etwas, das ich angegangen bin, als eine potenzielle Chance, die ich nicht genutzt habe.

Was hast Du aus diesem Scheitern gelernt?

Pamela Obermaier:Ich lerne aus dem Thema rund um Niederlagen, das in vielen Interviews thematisiert wird, weil es die Menschen beschäftigen dürfte, dass wir in unserer Leistungsgesellschaft noch immer keine Kultur des Scheiterns haben.

Während es etwa in den USA für jemandes Erfahrungswerte spricht, wenn er einen echten Misserfolg vorzuweisen hat – weil man davon ausgeht, dass ihm die Fehler, die dazu geführt haben, nicht nochmals passieren werden –, tun wir hierzulande immer noch so, als wäre das etwas, wofür man sich schämen müsste.

Solange man niemandem geschadet hat, gibt’s meines Erachtens keinen Grund, sich für einen Misserfolg zu genieren. Wie heißt es so schön?

Aufstehen – Krone richten – weitergehen!

Was hilft Dir und wie motivierst Du Dich, um Deine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren?

Ich bin erlebnis- und nicht ergebnisorientiert. Dadurch spür ich genug intrinsische Motivation durch das und für das, was ich tu:

Mir macht es Spaß, an neuen Projekten zu tüfteln und mir zusätzliche Wege zu überlegen.

Und weil ich es zulasse, dass sich Pläne ändern, setze ich mich automatisch und laufend mit meinen Zielen auseinander, weshalb ich gar nicht in die Situation komme, sie aus den Augen zu verlieren.

Was wird in den nächsten Jahren an Wichtigkeit gewinnen und was verlieren?

Ich denke (und hoffe), dass es für uns als Menschheit endlich wichtig genug werden muss, anders miteinander, mit der Erde und mit den anderen Wesen, die abgesehen von uns auf ihr leben, umzugehen. 

Während wir uns im Alltag und Beruf durch die fortschreitende Technologie und Digitalisierung immer mehr vom ursprünglichen Menschsein entfernen könnten, werden wir das große Ganze nicht aus den Augen verlieren dürfen, um den nachfolgenden Generationen noch einen bewohnbaren Planeten hinterlassen zu können.

Zu welchen Themen wirst Du Dir Fachwissen aneignen und Dich weiterbilden?

Ich bilde mich derzeit im Bereich des Onlinemarketings weiter und setze mich mit der Technik auseinander, die notwendig ist, um einen Teil meines Geschäfts auf die Onlineschiene zu bringen.

Da ich nicht gerade ein Technikfreak bin, ist das durchaus herausfordernd für mich.

Pamela Obermaier über ihre Herausforderung und Vision

Pamela Obermaier Ghostwriter

Foto: Tamara Wassermann

Welche Herausforderung hast Du als Frau während Deiner Karriere erlebt?

Pamela Obermaier: Ein Journalist des Magazins „trend“ hat als einleitende Worte in einem Porträt über mich geschrieben:

Als gutaussehende blonde Frau mit Vornamen Pamela kennt sie sich zwangsläufig mit Klischees aus. Naives Blondchen ist jedoch definitiv nicht ihre Rolle.“

Besser kann man es kaum auf den Punkt bringen. Ob ich gut aussehe, liegt zwar definitiv im Auge des Betrachters, denn das ist ja recht subjektiv, aber seit es Dank einer bekannten US-Serie aus den 90ern immer mehr Leute gibt, die meinen an sich altgriechischen Vornamen englisch aussprechen („Pamela“ wird in unseren Breitengraden an und für sich wie „Manuela“ oder „Daniela“ betont, nicht „Pämella“), war ich relativ schnell in einer Schublade, aus der ich mich regelmäßig erst mal rauskämpfen musste.

Ein Stammkunde von mir, der mich erstmals als Rednerin erlebt hat, schrieb mir danach folgendes Feedback:

Pamela Obermaier braucht nur ein paar Minuten, um gründlich mit sämtlichen bekannten Klischees über Blondinen aufzuräumen: Sie ist klug, fachlich beschlagen und von erfrischender Natürlichkeit.

Wenn sie mit mädchenhafter Begeisterung und leuchtenden Augen über ihr Fachgebiet spricht, kann man sich als Zuhörer sogar für an sich eher trockene Themen wie die Fallstricke der deutschen Rechtschreibung begeistern.

Das hat mich natürlich gefreut, aber dass ich überhaupt erstmit Klischees aufräumen muss, war manchmal doch frustrierend. Also hab ich irgendwann Flucht nach vorn betrieben und mich noch draufgesetzt. Humor hilft bekanntlich in jeder Lebenslage.

Was macht in Deinen Augen eine starke Frau aus?

Einen starken Menschen (da unterscheide ich nicht zwischen Frau und Mann) macht es aus, Begebenheiten, die er nicht beeinflussen oder ändern kann, anzunehmen und bestmöglich mit ihnen umzugehen – und sie von solchen unterscheiden zu können, die er sehr wohl selbst in der Hand hat und in Angriff nehmen sollte.

Emotionale Intelligenz ist mitunter neben dieser Fähigkeit die wichtigste Charaktereigenschaft, die ein Mensch haben kann.

Wenn Du einen Tag lang an den Schalthebeln der Macht sitzen würdest, was würdest Du tun?

Pamela Obermaier: Ich würde weltweit die Massentierhaltung verbieten,

Plastik abschaffen, Kreuzfahrtschiffe in den dauerhaften Ruhestand schicken und die Rechte der Frauen in allen Kulturen und Religionen auf denselben Stand anheben, den die Männer genießen.

(Gut, da hab ich mir für einen einzigen Tag wohl ein bisschen viel vorgenommen ;-))

Was ist Deine Vision?

Ich mache beruflich, was ich mache, weil ich davon überzeugt bin, dass Menschen sich besser und sozial(er) verhalten, wenn es ihnen gutgeht.

In meiner kleinen Welt möchte ich deshalb dafür sorgen, dass es immer mehr Menschen gibt, die ein zufriedenstellendes Leben führen können (und das fängt meiner Erfahrung nach häufig beim eigenen Beruf an, weil wir nun mal enorm viel Zeit mit unserem Job verbringen), damit die Anzahl derer, die „gute Menschen“ sein können und wollen, weil sie ein qualitätsvolles Leben führen, größer und größer wird.

Denn meine Vision ist eine Welt, in der möglichst alle Wesen ein glückliches Leben führen.

Was ist Dein nächstes großes Ding?

Pamela Obermaier: Aufgrund der Nachfrage einerseits und der Tatsache, dass auch mein Tag leider nur 24 Stunden hat (und ich um die Wichtigkeit einer gesunden Work-Life-Balance weiß) und ich darum nicht noch mehr Aufträge annehmen kann andererseits, bin ich gerade dabei, all mein Wissen, mein Können und meinen Erfahrungsschatz in Onlinekurse zu packen, die es dann als Einzelmodule wie auch als großes Gesamtpaket zu buchen geben wird.

Mit welchen Themen sollten sich die Leser derzeit befassen, um sich persönlich weiterzuentwickeln?

Ich denke, man sollte immer bei sich selbst ansetzen, also bei der Persönlichkeitsentwicklung, der Potenzialentfaltung, dem Hinterfragen der eigenen Muster und des eigenen Mindsets.

Unser Buch „Mein innerer Tyrann“ ist dafür ein guter Wegweiser und Begleiter, weil wir auch etliche Übungen reingepackt haben, die nach dem Bereitstellen der Theorie dafür da sind, gleich ins Tun zu kommen.

Zum Schluss: Welchen Rat würdest Du unseren Leser/innen mit auf den Weg geben?

Sucht Euch einen Job, der Euch erfüllt bzw. kreiert ihn für Euch selbst, damit Ihr gern arbeitet und damit eine Basis für innere Zufriedenheit schafft, die Ihr großteils selbst in der Hand habt!

Entweder-oder-Fragen:

Meer oder Berge?  Meer
• Steak oder Salat?  Steak mit Salat
• Kochen oder liefern lassen?  Kochen
• Kaffee oder Tee?  eindeutig Tee (ich trinke keinen Kaffee)
• Hund oder Katze? Katze (dicht gefolgt von Hund und Pferd)
• Netflix oder Prime?  je nach aktuellem Film- und Serienangebot
• Sachbuch oder Roman?  Roman im Urlaub, Sachbuch im Alltag
• Anruf oder schriftlicher Text?  je nach Thema und Gegenüber
• Wien oder New York?  Wien
• Tablet/Smartphone oder Desktop-Computer?  MacBook
• Spa oder Fitness-Studio?  Spa, aber am liebsten die Natur

Wie hat Dir das Interview mit Pamela Obermaier gefallen? Hast Du spezielle Fragen, die sie Dir noch beantworten soll?

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